4. Rollenmarathon
Di, 27.11.07:
Vor drei Tagen (
News vom 24.11.07) habe ich angedeutet, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis die Rolle ihren Dienst aufnehmen wird. Nun, am Sonntag hat das Wetter nicht gerade zu einer Outdoor-Runde eingeladen, also habe ich mich spontan auf die Rolle gesetzt und die ersten Indoor-Kilometer der Wintersaison abgespult. Statt langsam "einzurollen", bin ich aber gleich in die Vollen gegangen und habe den
imagic Liga-Marathon mit 160 km unters Hinterrad genommen. Natürlich in gemäßigtem Tempo und ohne Rücksicht auf Sprint- und/oder Bergwertungen.
Die Runs habe ich auch gleich für die normale
Serienwertung hochgeladen. Innerhalb weniger Stunden habe ich somit die 8. Serie für mich begonnen und auch gleich wieder beendet, denn weitere Runs werde ich vermutlich gar nicht mehr hochladen. Im Schrank liegen noch einige interessante
RLVs, die ich noch nicht oder erst zum Teil gefahren bin und für die nächsten Rolleneinheiten Priorität genießen.
Winterpokal 2007/08
Mo, 26.11.07:
Der diesjährige von Rennrad-News.de ausgetragene Winterpokal geht heute in seine 4. Woche. Bis zum Ende des Pokals am 30.03.08 wird der Trainingseifer wieder mit Punkten prämiert. Leider wird der Grundgedanke des Pokals zunehmend durch Zeitgenossen torpediert, die vorsätzlich falsche Einheiten eintragen und so die eigentliche Wertung ad absurdum führen.
Für die imagic-Liga hatte ich letztes Jahr eine spezielle Web-Seite erstellt, um für die Teilnehmer, die sowohl in der Liga wie auch am Pokal teilnehmen, ein kompaktes und schnell zu überblickendes Ranking zu erhalten. Durch einige grundlegende Änderung bei der Generierung der notwendigen Datenbasis, habe ich für die aktuelle Tabelle noch einige weitere Auswertungen in Diagrammform zufügen können. Mittlerweile sind knapp 40 Teilnehmer gelistet, bei denen man ziemlich sicher sein kann, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Das interne imagic-Ranking hat für mich aus diesem Grunde und nicht zuletzt auch wegen der übersichtlicheren Darstellung, deutlich mehr Aussagekraft als die offiziellen Seiten des WP. Die Seite ist nicht nur über linksseitiges Menü innerhalb dieser Webpräsenz, sondern auch für jeden zugänglich im Liga-Portal verlinkt.
In den letzten Jahren habe ich den Winterpokal so genutzt, wie er gedacht war. Nämlich als Motivationshilfe, um im Winter bei oftmals schlechten Bedingungen einen zusätzlichen Anreiz fürs Training zu finden. Mein derzeitiges Trainingspensum beschränkt sich auf eine, maximal zwei Ausfahrten pro Woche. Somit nicht verwunderlich, dass ich im aktuellen Winterpokal-Ranking weit hinten rangiere. Auf eine Mitgliedschaft in einem Team habe ich deshalb auch frühzeitig verzichtet, die Teamkollegen hätten nicht viel Freude an mir gehabt. Trotzdem ist es recht interessant, welche Zuwachsraten der Winterpokal in den letzten Jahren zu verzeichnen hat. Ich habe die Daten mal zusammengetragen:
| Jahr | Zeitraum | # Tage | # Teilnehmer | + zum Vorjahr | # Teams | + zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007/08 | 05.11.07 - 30.03.08 | 147 | 1570 | 19 % | 288 | 24 % |
| 2006/07 | 06.11.06 - 25.03.07 | 140 | 1314 | 79 % | 231 | 253 % |
| 2005/06 | 07.11.05 - 26.03.06 | 140 | 733 | 248 % | 91 | 535 % |
| 2004/05 | 01.11.04 - 27.03.05 | 147 | 295 | 17 |
Der Winterpokal wurde übrigens von den Mountain-Bikern übernommen, die den schon seit 2002/03 (also 2 Jahre länger) kennen. So wundert es auch nicht, dass im parallel ausgetragenen Pokal des Schwesterforums MTB-News.de noch mehr Teilnehmer gemeldet sind, aktuell 2253 in 428 Teams.
Wenn ich schon bei Statistiken bin, will ich auch gleich meine eigenen Daten der letzten Jahre für die Nachwelt in kompakter Form und mit Verlinkung auf die relevanten Seiten einstellen.
| Jahr | Punkte | Punkte / Tag | Rang | im Team | Punkte | Rang |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2006/07 | 1116 | 7,97 | 64 | imagic-liga.de - Strategen | 4480 | 12 |
| 2005/06 | 1433 | 10,23 | 10 | Schwalbe | 3826 | 10 |
| 2004/05 | 1308 | 8,89 | 4 | Duvel | 3658 | 4 |
Abschließend noch einige interne Links auf ältere News bezüglich des Winterpokal 2006/07:
- 24.11.06: Winterpokal
- 13.02.07: Winterpokal: Strategen jetzt auf Platz 2
- 26.03.07: Winterpokal beendet
imagic-Liga, Serie 8
Sa, 24.11.07:
Seit dem 06.10.07 läuft die 8. Serie der imagic-Liga. Bis zum Ende der Serie am 21.12. sind, wie auch in den vorherigen Serien, 7 Runs zu absolvieren. Mit aktuell in den Ergebnissen gelisteten 131 Teilnehmern ist die bisherige Bestmarke von 130 Teilnehmern der Serie 5 (14.01. - 21.04.06) bereits übertroffen. Bei mir lag die Lust auf das Rollenfahren bisher Nahe Null. Meine letzte Rolleneinheit datiert vom 11.05., liegt also schon mehr als ein halbes Jahr zurück.
Allzu lange wird es aber nicht mehr dauern, bis auch ich meinen Rollentrainer wieder aktiviere. Mit Freigabe des 7. Rennens am 17.11. ist nämlich auch der zu Serie gehörende Liga-Marathon (
News vom 23.12.06 zur Entstehungsgeschichte des Marathon) freigeschaltet. Die Herbstserie enthält zwar kürzere Runs, so dass sich die 7 Rennen "nur" auf 160 km summieren, aber diese Distanz auf der Rolle innerhalb von 24 Stunden zu absolvieren ist noch anspruchsvoll genug und nach wie vor eine besondere Herausforderung, die mich natürlich reizt. (
Siehe auch Bericht zu meinem ersten Rollenmarathon)
Von der Verwandtschaft nimmt übrigens keiner an der aktuellen Serie teil. In Serie 7 gab es noch Familienduelle mit meinem Bruder Frank und den Neffen Tobias und Timo (
News vom 17.04.,
News vom 22.01.). Mal abwarten, ob die Serie 9, die am 12.01.08 starten und wieder längere Rennen aufweisen wird, zur Teilnahme reizt. Immerhin ist Vereinskollege Niko (@knog) in der aktuellen Serie vertreten. Und in Serie 9 wird auch mein Trainingspartner Mike (@mk75) die Liga aufmischen.
Von den RLVs, den Real Life Videos, die sich auf den virtuellen Tacx Rollentrainern abfahren lassen, gibt es Neues zu berichten. Carsten Jost hat zusätzliche, interessante Videos gedreht. Weitere Infos zum Thema finden sich auf meiner Tacx RLV-Seite.
Saisonabschluss, RTF Köln
Sa, 27.10.07:
Am 14.10. ging die diesjährige RTF-Saison zu Ende. Nicht zuletzt bedingt durch das gute Wetter, konnte der
RWC Köln als Ausrichter der Abschussfahrt des Bezirk Köln (dem übrigens auch mein Verein
TV Kleinwiedenest angehört) eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl von 1031 Aktiven verzeichnen. Zwei davon waren Mike und ich. Ebenfalls vertreten waren einige Mitglieder der imagic-Liga, mit denen wir uns etwas spät, nämlich erst gegen 9:20 Uhr, auf die 110er-Runde begeben haben.
Nun gut, spät ist relativ. Aber Mike und ich waren bereits deutlich früher auf dem Rad, da wir den Weg bis Köln mit selbigem zurückgelegt haben. Die in der Woche zuvor bei der Anfahrt zur RTF Siegburg (
News vom 09.10.) im Tief gemessenen 2° C wurden nochmals getoppt, denn bei der Anfahrt zum Treffpunkt in Wegeringhausen konnte ich an der Polar-Uhr schon die 0° im Display bewundern. Am frühen Nachmittag wurde es zum Ausgleich richtig mollig, in der Sonne nach der RTF schnellte die Anzeige bis auf 29° C hoch. Reale 20° C dürften es aber schon gewesen sein.
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| RTF Köln, K3: traurige Reste |
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| RTF Siegburg: Kontrastprogramm ... |
Das Startfenster bei der RTF war von 8 bis 10 Uhr gelegt. Kein Wunder, dass bei einem Start nach 9 Uhr an den Verpflegungsstellen nicht mehr allzu viel vorrätig ist.
Aber auch als Frühstarter wird das Angebot weit weg von dem gewesen sein, was wir bei der Siegburger RTF eine Woche zuvor genießen durften.
Bezogen auf Distanz und Profilierung sind die Strecken bei den RTF vergleichbar (Köln: 100 km, 905 hm, Siegburg: 107 km, 1080 hm). Auch die Streckenführungen hinsichtlich Straßenbeschaffenheit, Verkehrsaufkommen, etc. sind ähnlich. Insofern ist es unverständlich, warum in Siegburg deutlich weniger Radler starten.
Die GPS-Tracks beider Veranstaltungen sind bei
bikely.com eingestellt. Hier die Direktlinks:
RTF Köln,
RTF Siegburg
Zur RTF gibt es auch einen
Thread im imagic-Forum, wo die Verpflegung auf den letzten Beitragsseiten einen besonderen Stellenwert einnimmt. Abschließend ist noch erwähnenswert, dass ein böswilliger Zeitgenosse im Scherfbachtal Reißnägel verstreut hat und so für kollektive Reparaturarbeiten gesorgt hat. Wenn man Aussagen einiger Kollegen Glauben schenkt, war dies wohl nicht das erste Mal der Fall.
Wie dem auch sei, insgesamt hatten Mike und ich bei der wahrscheinlich letzten langen Tour des Jahres noch einmal einen schönen Radtag. Im Bergischen einen tollen Sonnenauf- und zeitgleich mit der Rückkehr einen nicht minder eindrucksvollen Sonnenuntergang erlebt.
Neues Spielzeug
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| Vista-Premiere: Anfahrt RTF Köln am 14.10.07 |
Sa, 27.10.07:
Damit es bei den anstehenden Winterausfahrten nicht langweilig wird und ich mich bedenkenlos auf unbekanntes Terrain vorwagen kann, habe ich mir ein neues Spielzeug gegönnt, nämlich ein hochwertiges GPS-Gerät mit Kartendarstellung. Statt des bisher verwendeten
Garmin Geko 201 (
weitere Details in den News vom 14.12.06), begleitet mich ab sofort ein Garmin Vista.
Die Feuertaufe bei An- und Abfahrt von der RTF Köln am 14.10. hat das Gerät mit Bravour bestanden. Für die Hinfahrt hatte ich nach althergebrachter Methode über die Top50-Karte einen Track erstellt. Bei der Rückfahrt durfte das Gerät dann erstmals seine Qualitäten ausspielen und per dynamischer Routenerstellung aus Köln herauslotsen.
Bergzeitfahren TV Kleinwiedenest
Sa, 27.10.07:
Bevor auch der Oktober vorbei ist, wird es Zeit für einen kleinen Nachtrag. Am 13.10., also vor 2 Wochen, hat der TV Kleinwiedenest ein vereinsinternes Bergzeitfahren ausgetragen. Wie so oft in diesem Jahr, war auch an jenem Wochenende bestes Radlerwetter. Insgesamt 17 Teilnehmer hatten sich in Eckenhagen eingefunden, um die knapp 2,5 km und 180 HM nach Blockhaus in Angriff zu nehmen. Das Ziel ist identisch wie beim Zeitfahren in 2006, seinerzeit sind wir aber in Iseringhausen gestartet. Die diesjährige Strecke ist kürzer und steiler, was mir ja gar nicht liegt.
Immerhin konnte ich mich mit meiner Zeit von 10:28 Min:Sek auf dem 8. Rang und damit noch in der ersten Hälfte platzieren. Auffällig sind die gewaltigen Leistungsunterschiede. Im Mittelfeld geht es zwar recht eng zu, zwischen Rang 6 und 12 liegen nur 24 Sekunden, aber der Letzte hat mit 14:38 mehr als doppelt so lange benötigt wie der Sieger in 7:16.
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| Teilnehmer Bergzeitfahren |
| © Georg Vogt |
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| Die 3 Erstplatzierten (von links): Jürgen (2.), Karsten (1.), Ralf (3.) |
Den Streckenverlauf in Google Maps gibt es hier:
RTF Siegburg
Di, 09.10.07: Die Saison ist vorbei, die Luft raus. Auf dem Rad sitze ich momentan nur selten. Aber wenn, dann lohnt es sich. Letzten Samstag wurde die Abschlussfahrt des Bezirks Mittelrhein Süd vom RV Siegburg ausgetragen. Mike und ich haben teilgenommen und sind standesgemäß mit dem Rad angereist.
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| morgens: etwas frisch |
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| nachmittags: Überschuhe und Armlinge sinnvoll verstaut |
Wetterseitig wurden wir richtig verwöhnt. Den ganzen Tag über traute sich kein noch so kleines Wölkchen an den Himmel. Aber jede Medaille hat zwei Seiten.
Für die Hinfahrt mussten wir uns bekleidungstechnisch wappnen. Bei mir bedeutete dies: Überschuhe, Windjacke und lange Handschuhe waren zusätzlich zur normalen Bekleidung notwendig, um bei 2° C ohne Frösteleien vorwärts zu kommen.
Bei 20° C am Nachmittag fährt man dann wieder kurzärmlig und stellt sich die Frage, wohin mit den ganzen Klamotten. Ich habe da ein unorthodoxe Lösung, siehe Foto, gefunden ...
Die Streckenführung bei der RTF haben die Siegburger recht clever gelegt. Es waren drei Schleifen ausgeschildert, die in Bröleck einen gemeinsamen Punkt hatten. So reichte eine einzige Kontrollstelle, die je nach gewählter RTF-Distanz ein- bis dreimal angefahren wurde. Das Verpflegungsangebot war übrigens vorbildlich und ließ (zumindest bei mir) keine Wünsche offen. Die längste angebotene Strecke, die 112er, war mit 1080 hm auch angenehm profiliert. Einige längere, aber fürs große Blatt geeignete Anstiege, aber auch einige kurze, knackige Passagen. Im Bröltal konnte man es dagegen in der Gruppe gut laufen lassen. Den GPS-Track der RTF habe ich bei bikely.com eingestellt.
Am kommenden Wochenende endet das RTF-Jahr. Dem Saisonausklang werden Mike und ich voraussichtlich bei der vom
RWC Köln veranstalteten Abschlussfahrt beiwohnen. Eine erste Routenplanung für die Anfahrt ergibt rund 65 km, also ähnlich wie nach Siegburg. Das ist noch zu schaffen. Vielleicht haben wir ja noch einmal Glück mit dem Wetter. Ganz so kalt muss es morgens aber nicht sein.
Marathon in Sundern gefahren
Mo, 17.09.07:
Nach 10 Tagen Pause habe ich am Wochenende meine Monatsstatistik wieder etwas ansehnlicher gestaltet. Der
RSV Sundern hat erstmals einen Marathon ausgetragen. Bis Sundern ist es nicht so weit, da konnte ich noch bequem mit dem Rad anreisen. Die Beteiligung auf der Marathonstrecke war zwar nicht übermäßig, trotzdem waren etliche Bekannte mit von der Partie.
Die Marathon-Route verläuft auffällig oft identisch mit Abschnitten der längeren Distanzen des Hochsauerlandklassikers, der in Eslohe startet und jeweils im Juli stattfindet (
News vom 26.07.07). Unter anderen geht es auch durchs Sorpetal bis hinauf auf den Kahlen Asten, wo eine Kontrollstelle eingerichtet ist. Allerdings werden dort keine Leckereien wie bei der Esloher RTF gereicht.
Die ersten 70 km war ich mit Falk (@blitzdings) unterwegs, habe da aber hoffnungslos überzogen. Die Quittung folgte prompt, ab Mittelsorpe hatte ich eine Krise. Gut, dass der Renner noch in Ötztaler-Konfiguration aufgebaut war, für eine längere Passage habe ich schamlos 34/30 gekettet. Den Rest der Runde bin ich überwiegend mit @schlusslicht und @milkiwei aus dem RTF-Forum zusammen gefahren. Ab dem Zeitpunkt war das Tempo angenehm, genauso wie das Wetter, die 20° C-Marke wurde bei überwiegend heiterem Himmel nur knapp verpasst.
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| Kyrill hat zugeschlagen |
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| Sommer ade ... |
Das der Herbst trotzdem nicht mehr lange auf sich warten lässt, wurde mir auf der Anfahrt nach Sundern deutlich bewusst. Da ich zeitlich noch etwas Spiel hatte, habe ich eine Schleife über den geteerten Wanderweg entlang des Ostufer der Sorpetalsperre in die Anfahrtsroute integriert. Der Boden ist hier stellenweise schon recht stark mit Laub bedeckt.
Zudem fällt auf, dass in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs, quasi in Wurfweite, der Orkan Kyrill gewütet hat. Kyrill ist neben einer Baustelle angeblich auch dafür verantwortlich, dass die ursprünglich festgelegte Streckenführung des Marathon geändert werden musste und bei mir deshalb letztlich nur 187 statt der im Breitensportkalender angegebenen 210 bzw. der auf der Website veröffentlichten 220 km auf dem Tacho standen.
Weitere Fotos vom Tage habe ich in meiner
Freenet Fotogalerie eingestellt.
Fotoalben bei Freenet Foto
Mo, 10.09.07:
Da die Speicherkapazität meiner
Foto-Galerie im
Rennrad-Forum erschöpft ist, habe ich Ausschau nach einer preisgünstigen (kostenlosen) Alternative gehalten und bin bei
Freenet Foto fündig geworden.
Das dortige Basic-Paket bietet 500 MB Plattenplatz und auch sonst fast alle Features, die mir wichtig erscheinen. Die Performance ist erträglich, es kann eine konfigurierbare Fotoshow gestartet werden und über eine Zusatzsoftware ist auch der Upload eines kompletten Albums möglich. Bilder können mit einem kurzen beschreibenden Text versehen werden, zudem lassen sich Alben Benutzergruppen zuweisen, die dann erst nach Identifikation einsehbar sind.
Das Layout der Startseite ist allerdings grundsätzlich vorgegeben und kann nur in Nuancen angepasst werden und Direktlinks auf einzelne Alben sind nicht möglich, die können nur über Menüpunkte selektiert werden.
Ein erstes Album habe ich mit Fotos vom Ötztaler Marathon gefüttert.
Prinzipiell hätte ich eine professionelle Foto-Galerie auch in meine Webpräsenz integrieren können. Dann würde sich aber jeder Zugriff auf einzelne Fotos im Transfervolumen niederschlagen und ggf. mein Monatskontingent sprengen, das derzeit durch den häufigen Download der Excel-Ergebnislisten schon arg in die Höhe getrieben wird.
Ötztaler außer Konkurrenz bestritten
Di, 04.09.07:
Mangels Startplatz habe ich am Ötztaler Radmarathon nur inoffiziell teilgenommen. Wie es mir ergangen ist, wie die Vereinskollegen abgeschnitten haben und einige Impression von der Strecke können dem
Bericht entnommen werden.
Wie in den Jahren zuvor, habe ich aus den offiziellen Zeiten eine übersichtliche Excel-Liste generiert, die zusätzliche Analysen erlaubt. Die Datei kann im
Download-Bereich heruntergeladen werden.
Glückwunsch allen P-B-P Absolventen
Di, 04.09.07:
An dieser Stelle möchte ich gegenüber allen, die bei
P-B-P gestartet sind, meinen Respekt ausdrücken und den Finishern zur erbrachten Leistung, unabhängig von der Endzeit, herzlich gratulieren. Wetterseitig stand die Veranstaltung unter keinem guten Stern, denn es hat wohl überwiegend geregnet. Sollten sich die bisherigen Informationen bewahrheiten, haben mehr als 1000 Teilnehmer die Fahrt vorzeitig beendet. Dies wäre die höchste Abbruchquote in der Historie des Rennens.
Für Interessente hier einige Direktlinks zu Threads bzw. Unterkategorien in den Foren zum Thema:
Webpräsenz kosmetisch überarbeitet
Do, 23.08.07:
Während sich die
P-B-P-Starter über den rauen französischen Asphalt kämpfen, habe ich meine Webseiten etwas auf Vordermann gebracht. Über einen Link in den Kopfzeilen des News-Bereich kann bei Bedarf eine Inhaltsübersicht mit schnellem Zugriff auf ältere Nachrichten eingeblendet werden. Zusätzlich zu den bereits realisierten leichten Farbmodifikationen habe ich eine zusätzliche Seite in der Pipeline, über die eine tabellarische Übersicht meiner Marathon-Teilnahmen mit persönlicher Wertung der jeweiligen Veranstaltung in Bezug auf Streckenführung, Verpflegung, Schwierigkeitsgrad, etc. ersichtlich ist. Bis zur Freischaltung werden aber noch einige Tage vergehen.
Ach ja, der Bericht zum 24h-Rennen ist halb fertig. An dem werde ich aber erst nach dem
Ötztaler weiterarbeiten.
Marathon Do-Holzen
Mo, 13.08.07:
Da ich an
P-B-P nicht teilnehme und bei den
24h am Ring leider frühzeitig die Segel gestrichen habe, kann ich die Saison so eigentlich nicht zu Ende gehen lassen. Bei etlichen der Vereinskollegen dreht sich derzeit fast alles ausschließlich um den
Ötztaler. Ursprünglich war ich für den ja auch gemeldet, habe meinen Startplatz nach der erfolgreichen Quali für P-B-P Anfang Juni aber weitergegeben. Wie sich dann im Nachhinein herausgestellt hat, wohl doch zu voreilig.
An einen Startplatz ist offiziell nicht mehr heranzukommen, auch die Ummeldefrist ist seit Mitte Juni abgelaufen. Ein Bekannter, der gemeldet ist, kann aber nicht teilnehmen. Ich könnte also auf seinem Namen fahren, vorausgesetzt mir werden die Startunterlagen in Sölden ausgehändigt.
Aber ist ein Start überhaupt sinnvoll? Die körperlichen Probleme am Ring müssen ja eine Ursache haben. Ein abschließender Test sollte Klarheit verschaffen und zwar ein Marathon mit dem Canyon F10. Der in Dortmund-Holzen, der am gestrigen Sonntag ausgetragen wurde, kam da gerade recht. Den bin ich schon in den Jahren 2004 und 2005 gefahren, die Streckenführung, die bis Nahe an Hunswinkel heranreicht, ist mir also bekannt.
Im Großen und Ganzen ein Marathon, der hinsichtlich Verpflegung, Wegeführung, Qualität der Ausschilderung und Preis-/Leistungsverhältnis (10 EUR für Trimmfahrer, 7 EUR für BDR-Mitglieder) sicherlich zu den besseren in NRW zu zählen ist. Allerdings wird nach der letzten Kontrolle zwischen Schalksmühle-Albringwerde und Hohenlimburg ein Streckenabschnitt befahren, für dessen Aufnahme in die Route dem Veranstalter eigentlich mehr als eine gelbe Karte gezeigt werden müsste. Mir ist im gesamten Märkischen Kreis keine Passage bekannt, die dermaßen mies ist. Hier reihen sich an einem Gefällstück größere Schlaglöcher und notdürftig ausgebesserte Stellen in einer solchen Frequenz aneinander, dass alleine der optische Eindruck Schmerzen bereitet. Für die Automobilindustrie eigentlich die ideale "Rappel-Test-Strecke", für Radler nur ein Graus. In meiner momentanen Situation als ultimativer Test des Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine, genauer Steifigkeit des F10 und Aufnahmefähigkeit meiner Bandscheiben aber gerade richtig.
![]() |
| A45 im Morgengrauen |
Statt mit dem Wagen erst nach Dortmund anzureisen, habe ich meinen persönlichen Start- und Zielort einfach vorgezogen und auf Meinerzhagen-Krummenerl gelegt.
Um wenigstens ab Holzen etwas Gesellschaft zu haben und nicht permanent alleine unterwegs zu sein, bin ich um 4:35 Uhr los, um in Dortmund rechtzeitig zum Start der Meute gegen 7 Uhr einzutreffen. Spätestens um 13 Uhr musste ich eh wieder zu Hause sein, am Nachmittag standen noch familiäre Verpflichtungen auf dem Programm. Die Halterungen für die Aufnahmen von Frontscheinwerfer und Rücklicht am F10 waren noch angeschraubt, Montagearbeiten also nicht notwendig. Mit 7° C war es am frühen Morgen im Listertal zwar etwas schattig, im Laufe der Runde kletterte das Thermometer bei nahezu wolkenfreiem Himmel aber bis auf angenehme 23° C.
Im Startbereich bin ich auf Bernd (@strwd) aus der imagic-Liga gestoßen, mit dem ich dann die restlichen 120 km der Runde überwiegend zusammengefahren bin. Bis zur 1. Kontrolle gab es gegenüber den Vorjahren einige Streckenänderungen, denen rund 5 km und ca. 150 Höhenmeter zum Opfer gefallen sind, so dass der Marathon letztlich nur 192 km und 2375 hm aufweist. Da ich quasi Gastfahrer war, habe ich an den Kontrollen natürlich auch keine vom Veranstalter angebotene Verpflegung gegriffen, sondern mich nur aus meinem eigenen Vorrat bedient. Nach einem üppig gefüllten Teller Müsli zum Frühstück haben auf den insgesamt 200 km des Tages 2 Bananen und 4 Riegel gereicht.
Die wichtigste Erkenntnis ist aber die, dass ich die Distanz ohne besondere Rückenbeschwerden absolviert habe. Einem Start beim Ötztaler steht zumindest von der Seite her nichts im Wege. Im Vergleich zu 2006 bin ich besser drauf, eine Sub-12 (Stunden) in der Bruttozeit sollte bei normalem Verlauf möglich sein.
Vereinsmeisterschaft TV Kleinwiedenest
Mo, 13.08.07: In der letzten Woche blieben die Räder von Montag bis Freitag ungenutzt. Die Pause hat aber offensichtlich gereicht, die Rückenprobleme zu überwinden, denn am Samstag bin ich auf den insgesamt 77 km des Tages beschwerdefrei geblieben.
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| Vereinsmeisterschaft: Attacke am Anstieg in der 3. Runde |
| © M.Kramer |
An jenem Tag wurde von meinem Verein
TV Kleinwiedenest die jährliche Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Die Strecke war identisch wie in 2006, eine Runde mit 7,5 km und 80 Höhenmeter 5-mal zu absolvieren. Die Teilnehmerzahl blieb mit 13 Aktiven, immerhin einem mehr als im Vorjahr, zwar wieder bescheiden, dafür war fast die gesamte Elite am Start. Mit meinem 5. Platz kann ich daher sicherlich zufrieden sein.
Wer den Streckenverlauf in Google Maps einsehen möchte, klickt auf das nebenstehende Logo.
Bernd und Mike waren auch am Start, sind das Rennen aber nicht zu Ende gefahren. Bernd war eh unschlüssig und ist nach 3 Runden ausgestiegen. Mike hat nur eine Runde gedreht, aber selbst die war meiner Meinung nach zu viel. Er leidet seit Wochen an einer Überbelastung im Bereich des linken Knie und sollte im Hinblick auf seine geplante Teilnahme beim
Ötztaler Radmarathon, der in knapp 2 Wochen ausgetragen wird, besser eine absolute Pause einlegen.
Aufbereitete Ergebnislisten Rad am Ring
Fr, 10.08.07:
Hinweis für die Nordschleifen-Freaks: Mein Bericht zum 24h-Rennen ist in der Mache und wird voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche eingestellt.
Die von
Mika-Timing zur Verfügung gestellten
Ergebnislisten habe ich in Excel importiert und etwas aufgepäppelt. Da lassen sich jetzt jede Menge zusätzlicher Infos auf einem Blick ablesen und Vergleiche anstellen. Ggf. füge ich später noch Diagramme hinzu. Das Excel-File kann im
Downloadbereich gezogen werden.
24h-Rennen auf dem Ring vorzeitig aufgegeben
Mo, 06.08.07:
Am Nürburgring war für mich leider frühzeitig Feierabend. Wegen Rückenschmerzen und Atembeschwerden, die besonders die Passage vom "Bergwerk" bis zur "Hohen Acht" zur Tortur werden ließen, habe ich nach 13 Runden die Reißleine gezogen. Schade, die Form scheint ganz ordentlich zu sein, im Vergleich zum letzten Jahr war ich deutlich zügiger unterwegs und eine Platzierung in den TOP20 wäre realistisch gewesen.
Zwar war ich in den ersten 3 Runden in Bezug auf die gesamten 24 Stunden einen Tick zu schnell, so dass ich in den Folgerunden etwas gelitten habe, aber dies ist definitiv nicht der Grund für die spätere Aufgabe. Immerhin, die 2:32 Std:Min hätten beim Jedermann-Rennen über 70 km (also 3 Runden) locker für das vorderste Drittel gereicht.
Als Verursacher der Beschwerden kommt für mich in erster Linie das Canyon F10 in Frage. Schon am letzten Mittwoch, bei der ersten längeren Ausfahrt mit dem Rad über 130 km, hatte ich den Eindruck, dass es gegenüber meinen Cannondales CAAD4 einen Deut härter ist. Auf den kürzeren Runden habe ich dies zuvor nicht gespürt und die Räder hinsichtlich des Komforts als gleichwertig eingestuft. Für das Rennen auf dem Ring war ich daher im Vorfeld zwar leicht skeptisch, habe meine Bedenken aber mit dem Argument beiseite gewischt, dass es auf der Nordschleife keine Unebenheiten, Schlaglöcher, Gullydeckel oder ähnliches gibt, und die Dämpfungseigenschaften des Rades eher unerheblich sind. Möglicherweise habe ich mich da getäuscht.
Fehlgelegen habe ich zuvor auf jeden Fall bei den Knackgeräuschen im Wiegetritt. Weder Lenker noch Vorbau, sondern das Ksyrium Vorderrad war hierfür verantwortlich. Ein wenig Öl auf die Speichennippel hat die Sache behoben. Erfreulich auch, dass mein Popo mit dem SLR-Sattel gut klarkommt, zumindest auf den 298 km bis zum Abbruch. Das Risiko, den Sattel vorab nicht zu tauschen, war ich bewusst eingegangen, hatte zur Sicherheit aber den Coda-Sattel vom Brevetrad dabei. Aber letztlich sind das nur kleine Lichtblicke. Wenn sich bestätigen sollte, dass mein vorgeschädigter Rücken mit dem F10 auf Dauer nicht klarkommt, werde ich den Rahmen wieder veräußern. Das wäre bedauerlich, da das Rad sonst perfekt rollt und vom Fahrverhalten den sicherlich nicht schlechten Cannondales - auch unabhängig vom Gewicht - eindeutig überlegen ist, aber wohl unumgänglich.
Weitere Details zur Veranstaltung und dem Erlebten folgen später.
Countdown 24h-Rennen auf dem Ring
Do, 02.08.07:
Keine 48 Stunden mehr bis zum Start des
24h-Rennens auf der legendären Nordschleife des Nürburgring. Gestern habe ich das Vereinstraining noch um einige KM verlängert, um das F10 einem Test über eine längere Distanz zu unterziehen. Durch die Nichtteilnahme an den Marathons in Lüdenscheid und Buer war das bisherige Maximum pro Tour magere 42 km. Die Kurbelgarnitur hält und auch mit dem SLR-Sattel komme ich ganz gut klar. Lediglich ein Knacken im Wiegetritt, das ich bisher nur ungenau im Bereich Lenker/Vorbau orte, missfällt. Aber das bekomme ich noch in den Griff.
Im Gegensatz zur letztjährigen Austragung wurde der Zeitplan für die einzelnen Veranstaltungen am Ring reichlich durcheinandergewürfelt. Das 24h-Rennen (Einzelfahrer, 2er-, 4er-Teams) startet am Samstag um 12:15 Uhr. Dies hat gegenüber der Startzeit von 19:30 Uhr (am Freitag) in 2006 Vor-, aber auch Nachteile. Neulinge in den Teams, die die Strecke nicht kennen, haben so die Möglichkeit mindestens eine, möglicherweise auch mehrere Runden, bei Tageslicht zu absolvieren. Im letzten Jahr war es bereits nach der 1. Runde dämmrig, allerdings fand das Event auch 5 Wochen später statt, nämlich am 15.09.
Die anderen Wettbewerbe, also RTF, Marathon und die Jedermannrennen über 70 und 140 km, starten zwischen 11:30 und 11:45 Uhr und somit vor den 24h-Fahrern. Dies hat zur Folge, dass letztere am Sonntag unter sich sind. In 2006 gingen die Teilnehmer der anderen Disziplinen erst am Folgetag auf die Strecke und ich konnte mich des Nachts auf das Treffen mit einigen Bekannten freuen, die irgendwann später auf mich auffahren würden. Für die Marathonis wird es dieses Jahr wieder extrem eng. Um 21 Uhr ist Schicht, demnach müssen die 10 Runden der Marathondistanz mit rund 220 km und 4500 HM in Brutto 9 1/2 Std. absolviert werden. Das wird wohl den wenigsten gelingen.
Anyway, bei 24h ist es letztlich egal, ob der Startschuss morgens, mittags oder abends ertönt. Ich gehe das Unternehmen ohne spezielle Ambitionen an. Im letzten Jahr gab es für mich zwei Ziele. Erstens die Nacht ohne besondere Pausen zu durchfahren. Zweitens wenigstens 9000 HM, also 20 Runden, zu drehen. Letztlich waren es 22 Runden. Wenn ich das egalisieren kann, bin ich absolut zufrieden. Wenn es weniger Runden werden sollten, geht die Welt auch nicht unter.
In der aktuellen Starterliste sind für das 24h-Rennen rund 2200 Anmeldungen registriert, davon 228 Einzelstarter. Dies ist eine Steigerung von etwas mehr als 20% gegenüber 2006, als 182 Fahrer- und Fahrerinnen gewertet wurden.
Marathon GE-Buer sausen lassen
Mo, 30.07.07:
Der Marathon des
RSC Buer/Westerholt (29.07.), bei dem ich eine ruhige Einheit geplant hatte, ist für mich buchstäblich ins Wasser gefallen. In Meinerzhagen hat es bis zum späten Nachmittag geschüttet und wenn man den Wettervorhersagen Glauben schenkt, ist es in Gelsenkirchen und Umgebung wohl ähnlich gewesen. So hätte ich etliche Stunden im Regen verbracht. Eine Woche vor dem
24h-Rennen am Ring muss das nicht sein.
Noch mal kurz zurück zum Lüdenscheider Marathon. Der Veranstalter hat auf die vielfältige Kritik in seinem
Forum reagiert, allerdings anders als erhofft. Die negativen Beiträge wurden einfach gelöscht! Es ist wohl kaum anzunehmen, dass dies auf technische Probleme des Forumsbetreibers (es handelt sich um ein externes Forum, dass nur verlinkt ist) zurückzuführen ist und bestätigt meine Meinung zum Verein bzw. zu den Verantwortlichen.
Marathon Köln-Immendorf
Fr, 27.07.07:
Nach dem zwangsweisen Abbruch beim Lüdenscheider Marathon hatte ich für den folgenden Sonntag, also dem 22.07., kurzfristig einen Ersatz in die Planung geschoben, und zwar den
"Condor-Flug" in Köln-Immendorf. Der ist Teil der
NRW-Challenge, einer Serie von 9 Marathons, von denen 5 absolviert werden müssen, um in die Wertung zu gelangen und eine Auszeichnung, in diesem Jahr eine Windjacke, zu erhalten. Mike nimmt an der Challenge teil, und wollte eh in Köln (6. der 9 Marathons) teilnehmen.
Als Vorbereitung für die 24h auf dem Ring konnte ich noch eine längere Einheit vertragen, wobei ich auch einige Stunden im Dunkeln fahren wollte. Kurzum, auch Hin- und Rückfahrt sollten auf dem Rad erfolgen. Immendorf liegt linksrheinisch, dank der Brühler Brevets weiß ich jetzt aber, dass ich den Fluss bei Anfahrt aus dem Bergischen über die
Rodenkirchener Brücke queren kann. Das ist zwar eine Autobahnbrücke, aber auch ein Fuß- bzw. Radweg führt hinüber. Die genaue Anfahrtsroute habe ich wie gewohnt per Top50-Overlay erstellt, in einen Track konvertiert und diesen auf den
Garmin Geko transferiert.
Das F10 ist mittlerweile wieder einsatzbereit. Eine zusätzliche Portion Montagefett bei der Kurbelgarnitur FSA SL-K MegaExo zwischen linkem Kurbelarm und Innenlager und ein kräftiges Anziehen der Kurbelschraube mit mehr als den empfohlenen 45 Nm waren notwendig, um die Knackgeräusche und seitliches Spiel des Arms zu beseitigen. Auch ein erneutes Bestreichen der Schraube mit Sicherungskleber ist angebracht, da sich die Kurbelschraube gerne lockert. Somit kann ich die oftmals monierten Probleme bei FSA-Kurbelgarnituren mittlerweile auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Denn auch am R1000 mit der FSA Gossamer MegaExo gibt es Schwierigkeiten. Lediglich am R400, bei dem eine normale FSA Gossamer mit einem ISIS-Patronenlager verbaut ist, funktioniert alles einwandfrei.
Für den Marathon war aber das R400 als Brevetrad erste Wahl. Ausgestattet mit Lenkertasche, GPS-Gerät und dem Ixon-Scheinwerfer ging ich um 2:45 Uhr auf die Reise. Am Wochenende fand in Hunswinkel das alljährliche Schützenfest statt. War ja zu erwarten, dass im Ort einige noch unterwegs waren, die zu tief ins Glas geschaut haben, und mich mit dummen Sprüchen anmachen mussten. Ansonsten war die Fahrt ein absoluter Genuss. Kaum Verkehr, windstill und trocken bei 12 - 14° C. Beim Anstieg von Overath nach Heiligenhaus um 4:30 plötzlich Rücklichter von zwei Fahrrädern vor mir. Da war tatsächlich ein Pärchen auf Tourenrädern unterwegs. Gegen 5 Uhr konnte ich die ersten Vogellaute vernehmen, wenig später wurde es allmählich heller. Auf dem Rad ist es für mich immer wieder ein Highlight, dies morgens zu erleben.
Den Routenteil durch Köln bis zur Rodenkirchener Brücke hatte ich absichtlich so geplant wie beim
Brühler 600er-Brevet (
Bericht). Wollte doch mal sehen, wo und warum wir uns seinerzeit so verfahren, lange umhergeirrt und die Brücke gesucht haben. Jetzt ist mir klar, was schiefgelaufen ist, wir sind einmal zu spät abgezweigt. Im Hellen hätten wir auch nicht so lange suchen müssen, die Brücke ist nämlich schon frühzeitig sichtbar.
Zum Marathon war ich rechtzeitig da. Unnötigen Ballast, wie Tasche, Lampe, etc. konnte ich an der Anmeldung deponieren, wo ich auch Mike getroffen habe. Die Marathonroute führt in die Eifel und bis auf 670 m ü. NN. Insgesamt werden auf den 200 km rund 1700 HM bewältigt, die Anstiege sind vorwiegend moderat.
Auf der ersten Streckenhälfte hatten wir leichten Gegenwind, der auf dem Rückweg aber stärker geblasen und uns teilweise kräftigen Schub verliehen hat. Ab K1 waren wir meist in einer größeren Gruppe unterwegs. An K3 gesellte sich @siggi zu uns, der etwas später gestartet war. Wer ihn kennt, ahnt was kommt. Danach ging es nämlich etwas fixer zur Sache. Bei Rückenwindunterstützung war das Tempo an leicht fallenden Passagen so hoch, dass ich bei meiner Maximal-Übersetzung von 50/13 Schwierigkeiten hatte, mitzugehen. Da kam ich mir schon vor wie eine Nähmaschine.
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| K4 beim Marathon in Immendorf |
An K4 war die Hauptverpflegungsstelle eingerichtet. Schaut mal links, was da alles geboten wurde. Vielleicht wirft auch irgendwann einer vom
RCL-98, dem Ausrichter des Lüdenscheider Marathon, einen Blick auf diese Seite und nimmt Anschauungsunterricht, wie es andere Veranstaltungen mit der Verpflegung der Teilnehmer halten.
Nach K4 mussten wir der Gruppe zunächst hinterhecheln, da Mike wieder mal schlecht aus der Pause kam. Das hat etliche Körner gekostet. Dafür musste er auch später büßen, er konnte den Anschluss nicht mehr halten.
Erstaunlicherweise war ich recht gut drauf. Kein Vergleich mit meiner Vorstellung beim 3LG
(
Bericht). Viele der Jungs um mich herum fuhren sündhaft teures Material, mein Brevetrad mit den Schutzblechen und sonstigen Anbauteilen war wahrscheinlich das schwerste in der Gruppe. Carbonrenner mit SRM-Kurbeln oder bestückt mit Lightweight-LRS schwirrten mal rechts, mal links um mich herum. Außerdem hatte ich gegenüber den anderen (Siggi mal abgesehen, der auch von zu Hause angereist war) schon 90 zusätzliche Kilometer in den Beinen. Aber vielleicht lag es gerade daran, ich benötige ja immer eine Zeit, bis es halbwegs rund läuft. Der letzte Abschnitt ist, abgesehen von einigen Wellen, die mir liegen und auf denen ich mich austoben konnte, vorwiegend flach. Vor K5 gab es kurzzeitig Regen, bis zum Ende der Runde blieb es dann aber trocken.
Zurück in Immendorf habe ich mich nicht lange aufgehalten. Noch kurz auf Mike gewartet und dann gemeinsam mit Siggi wieder auf die andere Rheinseite, wo sich die Wege trennten. Bis Rösrath bin ich wie auf dem Hinweg gefahren, habe dann aber eine andere Route über Lindlar, Frielingsdorf, Dohrgaul nach Rönsahl gewählt. Bei den Schwiegereltern war ich noch zum Grillen eingeladen. Das war aber keine gute Idee. Nach 90 Minuten Aufenthalt und einigen Würstchen im Bauch fährt sich nicht mehr so gut.
Trotzdem, insgesamt eine tolle Ausfahrt. Die Marathonstrecke kannte ich schon, gegenüber 2005 ist sie nahezu unverändert. Meist geht es über verkehrsarme Wege und die Verpflegung lässt kaum Wünsche offen. Da viele Radler teilnehmen, findet sich bei rechtzeitigem Start normalerweise auch eine passende Gruppe. Zwei gut 5-minütige Regenschauer auf dem Rückweg konnte ich gut aussitzen. Insgesamt kann ich für den Tag 390 km und exakt 3000 HM verbuchen.
Hochsauerlandklassiker (RTF Eslohe), Marathon Lüdenscheid
Do, 26.07.07:
Am Samstag, dem 14.07., fand in Eslohe der 28.
Hochsauerlandklassiker statt, eine in der Szene bekannte und beliebte RTF. Die beiden längeren der angebotenen Strecken (112 und 150 km) führen bis auf den Kahlen Asten. Im Vorjahr waren Bernd und ich die 112er-Runde gefahren, Hin- und Rückfahrt wurden allerdings auch mit dem Rad absolviert, so dass letztlich mehr als 200 km auf dem Tacho standen. Dieses Jahr haben wir es genauso gehandhabt, statt zu zweit waren wir jetzt aber zu dritt unterwegs. Mike kann nämlich nicht "Nein" sagen und nimmt mit, was geht.
Gegenüber den Vorjahren ist die Streckenführung der RTF im ersten Teil (rund 50 km) komplett geändert. Von Eslohe aus geht es jetzt zunächst in westlicher Richtung bis Fretter, dann über Oedingen nach Schmallenberg. Im ersten Part wird dabei auch eine ehemalige Bahntrasse befahren und der "Fledermaus"-Tunnel durchquert. Statt von Siedlinghausen wie zuvor, führt die Route nun durch das Sorpetal Richtung Kahlen Asten. Ab dem "Großen Bildchen", einem Wegekreuz, ist die Strecke dann identisch. Durch die Änderung wurde die RTF nochmals aufgewertet, einige der wenigen Kritikpunkte, Passagen mit schlechtem Teer, sind jetzt nämlich hinfällig.
Den GPS-Track habe ich bei bikely.com eingestellt, er kann dort direkt als
interaktive Route eingesehen werden.
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| Leckereien beim Hochsauerlandklassiker |
Waren wir 2006 bei der Anfahrt nach Eslohe (364 m ü. NN) noch in einen heftigen Schauer geraten, der seinerzeit etliche bereits auf dem Weg befindliche Interessierte wieder zu Umkehr bewogen hat, war es diesmal trocken und warm. Entsprechend groß war die Anzahl Teilnehmer am Start. Neben der tollen und recht anspruchsvollen Streckenführung (immerhin 1400 HM auf der 110er-Runde) ist hierfür die außergewöhnliche Verpflegung verantwortlich. An der zweiten Kontrollstelle am Kahlen Asten (59 km, 842 m) werden Backwaren vom Feinsten serviert. Das Startgeld ist übrigens typisch für eine RTF in NRW und beträgt lediglich 4 EUR für Trimmfahrer und 3 EUR für BDR-Mitglieder.
Mit dem F10 hatte ich tags zuvor die erste kleine Testrunde gedreht. Abgesehen von kleineren Justagen des Sattels lief alles reibungslos. Da ich einen Tag nach der RTF aber noch den Marathon in Lüdenscheid unter die Pedale nehmen wollte, schien es mir zu gewagt, den Carbonrenner schon in Eslohe zu nutzen. Wenn die Sitzposition nicht stimmt, sind Rücken- oder Kniebeschwerden nicht auszuschließen und ein Start am Folgetag gefährdet. So war ich denn mit dem R1000 unterwegs, bei dem nach rund 100 km aber zunehmend Geräusche im Bereich des Tretlagers zu vernehmen waren. Zum Glück blieb es bei akustischen Störungen.
Am Sonntag stand also der
Marathon in Lüdenscheid auf dem Programm. Bis zum Startort sind es nur etwas mehr als 25 km. Keine Frage, dass ich auch dorthin mit dem Rad anreise und zwar mit dem F10. Um 5:30 Uhr war ich bereits auf dem Weg, um noch vor Startfreigabe um 7 Uhr in Lüdenscheid einzutreffen. In Eslohe hatte ich Falk (@blitzdings) getroffen, der mit einigen Bekannten den Marathon in humanem Tempo angehen wollte und ich hatte mir vorgenommen, mich dieser Truppe anzuschließen. Mit 14° C war es so früh am Morgen schon ausreichend temperiert, ich konnte auf sämtliche Zusatzbekleidung wie Weste, Arm- und Knielinge verzichten. Im Listertal war es allerdings so neblig, dass ich ohne Brille fahren musste, die sofort beschlagen war. Bis Breddershaus lief alles problemlos, beim Aufstieg zum Nocken musste ich aber auch beim Canyon zunehmend Knackgeräusche aus dem Tretlager bzw. Pedalbereich registrieren. Und nicht nur das. Bei jeder Kurbelumdrehung war ein deutlicher Widerstand zu spüren, der sich bis in den linken Schuh fortsetzte. So konnte ich unmöglich weiterfahren. Ergo, zurück nach Hause! Dort schnell die Pedale gewechselt, aber ohne Erfolg. Offensichtlich gab es ein Problem im Bereich Kurbelgarnitur/Innenlager.
Die Sache war zwar ärgerlich, aber nicht dramatisch. Schließlich stehen ja noch weitere Räder in der Garage. Was mich mehr wurmte war die Tatsache, dass ich es bis zur Startfreigabe um 7 Uhr nicht nach Lüdenscheid schaffen konnte, und vermutlich dann mehr oder weniger alleine auf der Strecke sein würde. Das R1000 war zwar auch nicht 100% in Ordnung, trotzdem bin ich mit dem los. Nach der gestrigen RTF hatte ich an dem Rad nichts mehr getan, die leichten Knackgeräusche waren weiterhin vorhanden, aber sonst nicht störend.
Während der Hinfahrt habe ich mal kurz addiert, was da heute auf mich zukommen würde. 20 km mit dem F10 + 2 x 25 km An- und Abfahrt + 210 km Marathon, macht rund 280 km mit rund 4000 HM. Nicht schlecht, allerdings sollte es anders kommen ...
Um 7:40 Uhr war ich in Lüdenscheid und traf hier auch auf einige Leute aus dem Verein. Allerdings wollten die nur die RTF, 118 oder 151 km, fahren. Mike war auch da, war ja klar. Mit ihm bin ich dann auch sogleich los, während die anderen sich erst noch ein zweites Frühstück genehmigten. In Werdohl, nach gut 15 km erfolgt bereits die Streckenteilung, hier verabschiedete sich Mike, er wollte heute etwas ruhiger und kürzer fahren. Die RTF-Strecken führen weiter nach Plettenberg und nur beim Marathon werden die beiden heftigen Anstiege Holmecke und Wixberg befahren.
Bis zum Wixberg lief alles normal. Ich war in mittlerem Tempo unterwegs, natürlich alleine. Mit 22° C war es noch angenehm, immerhin waren für den Tag Werte von über 30° vorausgesagt. Der Wixberg ist schon ein hartes Ding, auf 3,3 km sind 270 HM zu überwinden. Im Schnitt 8,2%, wobei der im unteren Teil deutlich steiler ist. Nach ungefähr der Hälfte des Anstieges verspürte das R1000 wohl den Wunsch, sich mit dem F10 solidarisch zu erklären, denn ab dem Zeitpunkt musste ich mit exakt den selben Problemen kämpfen, nämlich laute Knackgeräusche bei jeder Pedalumdrehung, verbunden mit einem spürbaren Pulsieren über die Pedalachse bis in den Schuh. So ein Mist! Was tun? Zunächst bin ich bis oben weitergefahren, dort habe ich den linken Kurbelarm gelockert und wieder neu fixiert. Tatsächlich war danach Ruhe. Erst mal ...
Bis zur ersten Kontrolle war es nicht mehr weit, dort wartete aber bereits das nächste Ärgernis. Denn was sehe ich dort? Ein Fahrzeug, davor zwei Campingstühle und auf diesen jeweils ein Kanister. Offensichtlich gefüllt mit Tee und Wasser. Und sonst? Nichts! Keine Bananen, keine Waffeln, gar nichts. Und das bei einer Veranstaltung, die mit Aufmachern wie "Höhenriese" und "anspruchsvollste Radmarathonstrecke nördlich der Mainlinie" protzt, siehe Berichte im News-Bereich des Ausrichters RCL 98, was natürlich auch nicht stimmt, denn in Bimbach, Gerolstein und auf dem Nürburgring gibt es Marathons, die wenigstens genauso anspruchsvoll sind. Auf einer harten Strecke werden die Radler aber stärker gefordert und benötigen daher auch eine angemessene Versorgung. Diese Logik scheint sich allerdings nicht bis Lüdenscheid herumgesprochen zu haben.
An K1 werden also nur Getränke angeboten. Das ist dreist. Für 12 EUR Startgebühr bei Voranmeldung bzw. 15 EUR bei Nachmeldung kann man als Marathonfahrer mehr erwarten. Da ich den Marathon in den Jahren 2004 und 2005 bereits gefahren war, wusste ich aber, dass die Verpflegung im Vergleich zu anderen, auch preiswerteren Veranstaltungen, eher unterdurchschnittlich ist. Immerhin hat man seinerzeit bei allen Kontrollen etwas für die Zähne geboten, auch wenn Riegel gelegentlich erst auf Nachfrage aus einer hinteren Ecke auf dem Tisch platziert wurden. Entsprechend hatte ich vorgesorgt und ausreichend in Trikot- und Satteltasche gebunkert. Außerdem sieht man das als Brevetfahrer, der generell Selbstversorger ist, sowieso etwas lockerer. Da mir andererseits die Spanne zwischen der Gebühr für die normale RTF mit 3 EUR und dem Marathon viel zu hoch war, hatte ich eh nur das Ticket für die RTF gelöst. Von den 5 oder 6 Verpflegungsstellen, die auf der Marathonstrecke eingerichtet sind, versorge ich mich dann konsequenter- und fairerweise aber auch nur an 4 Stellen, so viele, wie auch die lange RTF-Strecke aufweist.
Bei K1 bin ich nach einem kurzen Halt und der Vergewisserung, dass es tatsächlich nichts zu Beißen gibt, nur noch kopfschüttelnd weitergefahren. Nach der Kontrolle folgt ein kurzes Bergabstück, dann der Aufstieg nach Ihmert, wo das latente Kurbelproblem wieder offenbar wurde. Es standen erst 40 km zu Buche, den Marathon konnte ich so aber nicht zu Ende fahren und habe ihn zwangsläufig abgebrochen. Statt weiter Richtung Garbeck/Balve bin ich daher auf kurzem Weg über Altena zurück nach Lüdenscheid, schließlich musste ich noch meine RTF-Wertungskarte an mich nehmen. Interessanterweise bin ich am Ortseingang Lüdenscheid in einen kurzen Regenschauer geraten, worauf sich die Kurbel wieder halbwegs beruhigte. Seltsame Geschichte!
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass auf der Marathonstrecke auch an der 3. Verpflegungsstelle nur Getränke gereicht wurden. Zudem gab es weitere organisatorische Mängel. Deutliche Unmutsäußerungen betroffener Teilnehmer können im
Forum des Ausrichters nachgelesen werden.
F10 aufgebaut und einsatzbereit
Do, 26.07.07:
Das F10 ist mittlerweile aufgebaut, die ersten Fahrten sind absolviert. Bilder vom fertigen Rad und Infos zur Ausstattung finden sich unter
Equipment / Canyon F10.
Im Vergleich zu den C'dales fährt sich das F10 wie zu erwarten war, also direkter, spritziger, agiler, wendiger. Besonders beim Übergang vom Sitzen in den Wiegetritt ist das deutlich spürbar, obwohl dies zum Teil auf die leichteren Laufräder zurückzuführen ist. In Bezug auf Komfort kann ich zum
R1000 keinen Unterschied ausmachen. Das
R400 ist wegen der Alugabel im Steuerbereich härter und gibt Fahrbahnschäden nahezu ungefiltert zurück.
Verzicht auf P-B-P
Do, 26.07.07:
Obwohl qualifiziert, bereits online registriert und das notwendige ärztliche Attest vorliegt, werde ich nun doch nicht an
P-B-P teilnehmen. Was mich abhält ist weniger der Respekt vor der Strecke, sondern die Begleitumstände, der damit verbundene Stress und die Kosten. Wie nach Paris kommen? Wo vor/nach dem Rennen übernachten? Was geschieht mit meinen Sachen, die ich dabei habe, während des Rennens aber nicht mitführe? Mangelnde Französisch-Kenntnisse sind ein weiterer Aspekt, auf Englisch kann man mit den Franzosen nicht kommunizieren.
Diese Punkte waren mir natürlich auch im Vorfeld klar. Ich hatte aber die Hoffnung, dass sich hinsichtlich An-/Abreise und Übernachtung eine elegante Lösung anbietet, die sich aber leider zerschlagen hat. Ausschlaggebend ist letztlich aber die Tatsache, dass ich für ein solches Event derzeit den Kopf nicht frei habe.
Vielleicht in 4 Jahren, bei der nächsten Austragung. Die absolvierten Brevets sind so zwar wertlos, haben aber dennoch viele neue Erkenntnisse und Erlebnisse geliefert, die ich nicht missen möchte.
Rückblick Urlaub, Dreiländergiro, Samsonman
Mi, 25.07.07:
Es gibt einiges nachzutragen, fangen wir mal mit dem Urlaub in Österreich (22.06. - 05.07.) an. Der war wettermäßig eher durchwachsen, es hat ausgiebig und oft geregnet. An den Wochenenden war es aber trocken, der
Dreiländergiro (24.06.) und der
Samsonman (01.07.) wurden so bei fast idealem Wetter ausgetragen. Außer bei diesen Events habe ich aber nur ein weiteres Mal auf dem Rennrad gesessen.
Zum Dreiländergiro und das Drumherum (Stilfser Joch, Race across the alps) gibt es einen separaten
Bericht, mehr Infos zum Samsonman folgen später.
Ab in den Urlaub ...
Do, 21.06.07: In NRW haben die Sommerferien begonnen. Die nächsten zwei Wochen werde ich in Österreich verbringen. Das Rennrad wird zwar mitgenommen und ich nehme auch an zwei Veranstaltungen teil, nämlich Dreiländergiro und Samsonman, der gemeinsame Urlaub mit der Familie steht aber im Vordergrund. Baden, leichtes Bergwandern, Geocaching, Federball spielen und Sightseeing sind angesagt. Hoffentlich passt das Wetter. Für die hiesige Region sieht es ja eher mau aus.
Fotos bei Events
Di, 19.06.07: Gelegentlich führe ich bei Veranstaltungen eine Digicam mit. Die Fotos lade ich dann in das Fotoalbum des RR-Forums. Im linksseitigen Menu habe ich eine neue Rubrik Bilder zugefügt. Dort gibt es die Direktlinks zu den einzelnen Alben.
Marathon in Mayen kurzfristig eingeschoben
Di, 19.06.07:
Letzten Sonntag sind Mike und ich spontan beim
Eifelland-Marathon in Mayen gestartet. Eine Alternative wäre gewesen, am
Ronsdorfer Marathon teilzunehmen, oder diesen in Teilen zu befahren, da dessen Route nicht allzu weit von Meinerzhagen/Drolshagen entfernt verläuft. Den Ronsdorfer kenne ich aber schon aus den Jahren 04 - 06 und Mayen war eine Premiere. Statt der angekündigten 3400 hm waren es zwar "nur" 3075 hm auf 209 km, aber auch die müssen erst einmal bewältigt werden.
Die Verpflegung war ordentlich (viel besser als beim GP Schwarzwald), das Wetter spielte mit und auch die Streckenführung ließ kaum Wünsche offen. Meist auf verkehrsarmen Strassen, mit teilweise längeren, aber kaum steilen Anstiegen und oftmals tollen Aussichten. Leider hielt sich die Teilnehmerzahl in Grenzen. Viel mehr als 80 Marathonis werden es wohl nicht gewesen sein, offensichtlich schrecken doch viele vor den schweren Strecken zurück. Wir waren dennoch selten alleine unterwegs, da wir schon vor dem Start einige Bekannte getroffen und auch neue Bekanntschaften geschlossen haben, mit denen wir meist zusammen unterwegs waren. Insgesamt ein Marathon, den man durchaus mehrmals fahren kann.
Fotos sind im RR-Forum eingestellt, die einige Impressionen vermitteln.
Mittlerweile habe ich auch den
Bericht zum 600er-Brevet in Brühl fertig und online gestellt.
Anmeldung für P-B-P läuft, Ötztaler-Startplatz weitergeben
Mi, 13.06.07:
Seit dem 11.06. ist die Anmeldung für
Paris-Brest-Paris freigeschaltet. Den ersten Teil der Online-Registrierung habe ich bereits abgeschlossen. Weitere Unterlagen, unter anderem auch ein ärztliches Attest (zum Beleg, dass ich in gutem gesundheitlichem Zustand und den Strapazen bei einem Langstreckenrennen gewachsen bin), werden zunächst an die
ARA gesandt, dort gesammelt und dann für alle deutschen Teilnehmer geschlossen an die
ACP (Audax Club Parisien) weitergeleitet.
Mit der Festlegung der Teilnahme bei P-B-P ist klar, dass ich nicht beim
Ötztaler Radmarathon starten werde, der nur wenige Tage später ausgetragen wird. Meinen Startplatz habe ich daher an den Vereinskollegen Stefan übertragen.
GP Schwarzwald absolviert
Mi, 13.06.07:
Der GP Schwarzwald (nach Tacho 257 km, 4975 hm) war die erwartet schwere Veranstaltung. Fast so hart wie der
Ötztaler Radmarathon. Besonders der Anstieg auf den Schauinsland mit längeren, steilen Passagen (um die 14%) tat richtig weh. In Bezug auf Organisation und Verpflegung trennen die beiden Events aber Welten. Die Vorabinformationen waren äußerst mager, bei den Depots gab es zum Beißen lediglich Bananen, trockenen Kuchen, Weißbrot und an zwei Stationen Gulaschsuppe. Riegel habe ich nur an der letzten Kontrollstelle entdeckt, dort aber nicht auf dem Tisch aufgestellt, sondern in einer hinteren Ecke, so dass man erst nachfragen musste. Ich hatte noch vor der ersten Verpflegungsstelle einen Schlauchdefekt. Um wieder richtig Druck in den Reifen zu geben, bedarf es einer Standpumpe. Nach der habe ich aber an jeder Kontrollstelle vergeblich gefragt!
Abgesehen von einigen Abschnitten auf Bundes- bzw. Landstraßen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen, ist die Strecke landschaftlich ein Traum. Bis auf einen kurzen Regenguss beim Aufstieg zum Belchen war es trocken und oftmals sonnig mit Temperaturen bis 30° C. Ab dem Kandel (erster Berg, 55 km) sind wir (@fwo, Bernd, Mike) überwiegend zusammen gefahren. @fwo und Mike haben erstmals lange Anstiege mit bis zu 900 Höhenmetern am Stück überwunden und werden sicherlich auch den Ötztaler in akzeptabler Zeit meistern.
Eventuell fasse ich später weitere Infos und Fotos zur Veranstaltung in einem Bericht zusammen.
Auch Bruder Frank ist Super-Randonneur!
Mi, 06.06.07:
Vor den weiteren wöchentlichen Neuigkeiten möchte ich an dieser Stelle zunächst einen Glückwunsch an meinen Bruder Frank aussprechen. Auch er hat die Brevetserie von 200 - 600 km erfolgreich abgeschlossen. Eine großartige Leistung wie ich finde, da er die Brevets ohne besondere Vorbereitung gefahren ist. Natürlich hatte er in den letzten Jahren schon Marathondistanzen zurückgelegt, unter anderen auch zweimal den Ötztaler, viel weiter als 230 km wird es zuvor aber nicht gewesen sein. Nach dem gemeinsamen 200er in Wachtendonk (03.03.), 300 und 400 km in Lohne (21.04. und 12.05.), hatte er am 01.06. im Ziel des 600er in Hamburg stolze 670 km bei rund 4000 hm auf dem Tacho! Das dieses Brevet, das bis in den Harz auf den Brocken (1142 m ü. NN) führt, eines der schwereren ist, belegt die Tatsache, das 18 von 51 Teilnehmern unterwegs aufgegeben haben, wie dem
News-Bereich (Eintrag vom 05.06.07) der Hamburger ARA-Seite zu entnehmen ist.
Eine erste vorsichtige Anfrage meinerseits, wie es denn mit einer Teilnahme bei P-B-P bestellt sei, wurde zwar ablehnend beschieden, ich hoffe aber, dass dies nicht endgültig ist. Wir beide in Paris, das wäre doch was!
Der Schwarzwald ruft
Mi, 06.06.07:
Bevor es tatsächlich Ende August nach Frankreich geht, stehen aber noch einige kürzere Events an. Am kommenden Sonntag werde ich gemeinsam mit den Vereinskollegen Bernd und Mike sowie Frank (@fwo) beim
GP Schwarzwald starten. Auch aus der imagic-Liga sind zwei Teilnehmer gemeldet. Leider hat sich Rolf (@strampler), mit dem ich letztes Jahr einen Großteil des
Alb-Extrem bestritten habe, eine Verletzung der Wirbelsäule zugezogen und hat derzeit absolutes Sportverbot. Rolf, Kopf hoch, das wird schon wieder.
Lothar (@bici) aus der Liga, ist nicht nur ein starker Fahrer sondern auch ein lustiger Geselle. Beim Giro Dolomiti in 2006 sind wir etliche Kilometer nebeneinander gerollt. Schön, dass ich ihn wiedersehen werde.
Beim GP erwartet uns auf der langen Distanz über 258 km eine hammerharte Strecke, die weit über normalem Marathonniveau liegt und vom Anspruch her fast mit dem Ötztaler Radmarathon verglichen werden kann. Die Anstiege, Kandel, Schauinsland, Belchen, Feldberg und weitere, summieren sich auf über 5000 hm. Obwohl mit Transponder gestartet wird, ist es kein typisches Rennen, es erfolgt keine Zeitwertung. Trödeln oder langes Pausieren an den Verpflegungsstellen ist aber trotzdem nicht ratsam, es gibt nämlich ein Zeitlimit von 13 Stunden.
Demnächst auch auf Carbon unterwegs
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| Canyon F10 |
Mi, 06.06.07:
Mein Fuhrpark wird in absehbarer Zeit durch ein Rad mit Carbonrahmen erweitert. Die Komponenten liegen bereits vor, mit dem Zusammenbau werde ich mir aber Zeit lassen. Details zum Rad habe ich in der Rubrik
Equipment zusammengefasst.
Der erste Einsatz auf einer längeren Strecke ist beim
Lüdenscheider Marathon am 15.07. vorgesehen. Wenn der Test positiv verläuft, ich mit der Sitzgeometrie und der in diversen Foren als übertrieben angeprangerten Steifigkeit des Rahmens ;-) also zurecht komme, werde ich das Rad dann auch beim 24h-Rennen auf der Nordschleife nutzen. Der nicht unerhebliche Gewichtsvorteil gegenüber dem R1000 trägt dann hoffentlich dazu bei, mein Ergebnis des letzten Jahres wenigstens wiederholen zu können.
Qualifikationsserie erfolgreich absolviert
Do, 31.05.07:
Seit Pfingstmontag darf ich mich "Super-Randonneur" nennen. Diese Bezeichnung steht allen zu, die innerhalb eines Jahres die Brevetserie von 200 - 600 km erfolgreich bestritten haben. Zudem erlangt man hierdurch die Qualifikation für die Teilnahme an allen großen 1200 km Brevets weltweit, also nicht nur für P-B-P.
Den 600er habe ich relativ problemlos bewältigt, obwohl ich auf Schlafpausen verzichtet habe und somit zwei komplette Nächte durchgefahren bin. Nach Auswertung der GPS und Polar-Daten werde ich einen Bericht erstellen. Wie auch bei den vorherigen Brevets habe ich einige Fotos aufgenommen, die in der
Galerie des RR-Forums eingesehen werden können.
Der 600er in Brühl steht an
Do, 24.05.07: Meine Rückenprobleme sind fast vollständig behoben, das 600 km-Brevet in zwei Tagen kann kommen. Auch das Brevetrad ist einsatzbereit.
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| Lenkertasche Ortlieb Ultimate 4M Plus |
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| Schaltzüge werden ohne Auswirkungen leicht gestaucht |
Für den notwendigen Stauraum sorgt eine Ortlieb-Lenkertasche, Typ Ultimate 4M Plus mit einem Fassungsvermögen von 7 l. In Kombination mit der Saddlebag-Satteltasche sollte das ausreichen. Im Gegensatz zu der Noname-Lenkertasche, die ich sonst gelegentlich am Crossrad nutze, lässt sich die Ultimate ohne Funktionsbeeinträchtigung der Schaltzüge am Rennrad montieren (Lenkerbreite 44 cm Außen - Außen). Eine längere Probefahrt am letzten Wochenende verlief ohne Beeinträchtigung und absolut zufriedenstellend.
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| HR-Schutzblech SKS Bluemels |
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| Fixierung am Sitzrohr oberhalb des Umwerfers mittels Kabelbinder |
Auch ein neues hinteres Schutzblech ist wieder montiert. Nach den vielen Problemen mit dem alten Blech vom Type
SKS Bluemels, wollte ich eigentlich auf ein höherwertiges
Chromoplastics-Blech ausweichen. Mein örtlicher Radhändler hat meine eindeutige Bestellung aber eigenmächtig umgeändert. Er kennt mich als Knauserkopp und wollte mir wohl mit dem preiswerteren Produkt eine Gefälligkeit erweisen. Nun gut, ich kann auch mit den Bluemels leben. Im Gegensatz zum letzten Versuch, habe ich das Blech jetzt etwas anders montiert. Im Bereich des Tretlagers endet das Teil jetzt oberhalb des Schellenumwerfers, statt wie zuvor zwischen den Kettenstreben. Dadurch wird es zum einen durch die Schelle nicht noch weiter Richtung Reifen gedrückt, außerdem zieht es sich an der anderen Seite weiter hinunter. Davon habe ich selber zwar nichts, aber bei nasser Strasse profitieren meine Hintermänner von dem zusätzlichen Spritzschutz.
Am Samstag um 21 Uhr werden zeitgleich die Brevet-Fahrer in
Brühl und im
Weserbergland in die Pedale treten. Diese beiden Brevets werden in Kooperation ausgetragen, die Strecke führt jeweils von einem Startort zum anderen und zurück. Die Teilnehmer, nach letztem Stand 55 in Brühl und 25 in Hess. Oldendorf, werden sich demnach zweimal auf der Strecke begegnen. Das wird sicherlich lustig, auch wenn die erste Begegnung mitten in der Nacht stattfindet.
Nicht lustig wird dagegen wohl das Wetter. Ist zwar klar, dass nicht immer solche Top-Bedingungen wie beim 300 oder 400er zu erwarten sind, die aktuellen Wettervorhersagen lassen aber ähnliche Verhältnisse wie beim 200er in Wachtendonk am 03.03. vermuten. Zwar nicht so kalt, aber offensichtlich ebenso feucht und mit reichlich Wind garniert. Letzterer soll nach
wetteronline.de für die Brühl-Starter zudem vorwiegend von vorn kommen, und zwar auf dem Hin- wie auf dem Rückweg. Und das Ganze auf einer dreimal so langen Strecke. Das riecht nach einer echten Prüfung!
Zwangspause wegen Rückenproblemen
Do, 10.05.07:
Letzten Samstag habe ich mich beim Transport eines Fußball-Tores verhoben und leide seitdem unter einer ISG-Blockade. Längere sportliche Aktivitäten sind derzeit nicht drin. Der
Krombacher Marathon am kommenden Sonntag (13.05.) fällt somit nicht nur sprichwörtlich ins Wasser (die Wetterprognose verspricht einen verregneten Sonntag). Auch die Teilnahme am imagic-Ligatreffen in der kommenden Woche (17. - 20.05.), bei dem etliche Ausfahrten geplant sind, habe ich abgesagt.
Die mit dem behandelnden Orthopäden abgestimmten ersten Behandlungsmaßnahmen wie Hydrojet-Massage (Wasserdruckstrahl) und Akupunktur zeigen erfreulicherweise bereits Wirkung. Die Schmerzsymptome haben deutlich nachgelassen und ich kann wieder aufrecht gehen. Ich bin daher zuversichtlich, dass 600er-Brevet wie geplant am 26.05. in Brühl (ARA Köln/Bergisch Land) zum Abschluss der Qualifikationsserie für
P-B-P bestreiten zu können. Notfalls kann ich auch am 01.06. in Wachtendonk (ARA Niederrhein) oder am 02.06. in Lohne (ARA Emsland) starten. Das letzte 600er-Brevet auf deutschem Boden findet übrigens am 23.06. in Hamburg statt (
Übersicht Brevet-Termine ARA Deutschland).
Qualifikation für P-B-P - Zwischenfazit Equipment
Do, 10.05.07: Nach 4 gefahrenen Brevets über 200, 2 x 300 und 400 km ist es Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Das abschließende lange Brevet über 600 km, bei dem auf jeden Fall eine komplette Nacht durchfahren wird, steht zwar noch aus, die bisher absolvierten Brevets haben aber schon jede Menge Erkenntnisse geliefert.
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| LED-LENSER Joggled |
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| LED-LENSER Joggled |
Stirnlampe:
Ein Test mit einer am Helm befestigten Stirnlampe
Petzl Tikka XP noch vor dem ersten 300er-Brevet verlief nicht ganz zufriedenstellend. Ausleuchtung und Leuchtdauer sind zwar ohne Fehl und Tadel, aber das Gewicht von rund 80 g (ohne Stirnband) hat bei mir schon nach rund 2 Std. für Nackenbeschwerden gesorgt.
Beim Weserbergland-Brevet hatte ein Fahrer eine leichte LED-Lampe, eine
LED-LENSER Joggled von Zweibrüder Optoelectronics am Helm befestigt. Ein solches Modell habe ich kurz darauf recht preisgünstig für 22,50 EUR (einschl. Versand) bei Ebay ersteigert und beim 400er-Brevet getestet. Die Joggled wiegt gerade mal 36 g, die sich im Gegensatz zur Petzl Tikka dazu über den halben Helm verteilen, da dass Batteriefach am hinteren Teil des Helmes befestigt ist.
Als Stromversorgung reicht eine einzige Mikrozelle der Größe AAA, entweder als Batterie oder Akku. Die Brenndauer ist mit 20 Std. angegeben. Ob das realistisch ist, kann ich nach dem 600er-Brevet beurteilen. Beim bisherigen Einsatz hat mich die Lampe jedenfalls voll überzeugt.
Zwar musste ich die Halterung mit der Leuchteinheit per Sekundenkleber am Helm fixieren, so dass die Joggled jetzt permanent montiert ist, rein gewichtsmäßig ist die Lampe aber nicht spürbar. Im Prinzip sollte auch eine mobile Fixierung per Klettband möglich sein, wo z.B. ein kleines quadratisches Hakenband dauerhaft am Helm geklebt ist und die Rückseite der Leuchteinheit mit einem entsprechenden Flauschband als Gegenpart versehen wird.
Als Cockpit-Beleuchtung ist die Lampe ideal. Tacho, GPS-Gerät, Wegebeschreibung werden mehr als ausreichend ausgeleuchtet. Beim Blick schräg nach unten ist erkennbar, welches Ritzel gekettet ist und auch im Fall einer Panne ist die Leuchtkraft bei den Reparaturarbeiten absolut hinreichend. Die Halterung lässt sich übrigens vertikal schwenken und in mehreren Stufen arretieren.
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| Shimano Laufrad WH-3N71 Road und Bumm Lumotec |
Frontbeleuchtung:
Die Frontbeleuchtung ist einer der Punkte, wo ich deutliches Verbesserungspotenzial sehe. Eigentlich sind meine Augen noch recht brauchbar, aber das, was die bisher verwendeten Funzeln an Licht bieten, ist arg dürftig.
Im Winter ist am Rad die Kombination Sigma Mirage / Mirage X (Vorgänger der aktuellen
Sigma Evo / Evo X) verbaut. Die Mirage (Evo) enthält eine 5 Watt Halogenbirne und leuchtet lt. Sigma mit 20 LUX. Die Mirage X (Evo X) wird von einer 10 Watt Halogenbirne befeuert, die 60 LUX bringen soll. Die X, ein Fernscheinwerfer, liefert recht ordentliches Licht. Betrieben über den Sigma Nipack reicht die Kapazität aber nicht einmal 2 Stunden. Da ich bei einem Brevet kein halbes Dutzend Nipacks mitführen möchte, kommt diese Lampe daher nicht in Frage. Außerdem ist sie im Geltungsbereich der StVZO auf Grund der Blendwirkung nicht zugelassen.
Idealerweise wird auf Langstrecken ein Dynamo verwendet. Aber egal ob
Naben-,
Speichen- oder
Seitenläuferdynamo, derzeit erhältliche Dynamos sind gemäß
StVZO §67 für Lichtanlagen mit 6 Volt und 3 Watt ausgelegt. Immerhin sind einige moderne Dynamos in der Lage, statt der geforderten 6 Volt auch 12 Volt Spannung abzugeben, so dass sich zwei 3 Watt Lichtanlagen in Reihe schalten lassen. Wird statt der normalen Aufteilung (2,4 Watt Frontlicht und 0,6 Watt Rücklicht) ein batteriebetriebenes Rücklicht genutzt, können so zwei Frontscheinwerfer mit jeweils 3 Watt betrieben werden. Eine in der Brevet-Szene recht häufig anzutreffende, aber alles andere als preiswerte Kombination, besteht aus einem SON (Schmidts Original Nabendynamo) und einem, besser zwei E6-Scheinwerfern. Diese Teile werden von
Schmidt Maschinenbau offeriert und gelten momentan in Bezug auf die Halogen-Technik als das Nonplusultra.
Der von mir verwendete Nabendynamo vom Typ DH-3N71 ist das Top-Produkt von Shimano, steht dem SON kaum nach, ist aber bei weitem nicht so teuer. Der SON in der Ausführung für 28"-Laufräder kostet Listenpreis 169 EUR, mein komplettes Laufrad habe ich im September letzten Jahres für 99 EUR erworben! Moderne Nabendynamos haben übrigens einen hohen Wirkungsgrad von mehr als 50% (SON ~66%, DH-3N71 ~55%), so dass sich zu der Leistungsabgabe für die Leuchtmittel keine nennenswerten Verluste addieren und der zusätzliche Widerstand unter Last praktisch kaum spürbar ist. Im Leerlauf liegen die Verluste fast bei Null.
Die Ausleuchtung der E6-Scheinwerfer habe ich mehrmals beim 24h-Rennen auf der Nordschleife bewundern dürfen. Im Gegensatz zu den Lumotec-Scheinwerfern von
Busch + Müller oder der normalen Sigma Mirage (nicht der X) liefert der Reflektor des E6 ein trapezförmiges, aber gleichmäßig verteiltes Licht mit scharfen Rändern. Mit 69 EUR für den Standard- und 74 EUR für den Zweit-Scheinwerfer langt der Herr Schmidt bei den E6 aber auch ordentlich zu.
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| Eigenbau mit 3 x 3 Watt Luxeon Led |
Zu einer Alternative für die Halogen-Lampen entwickelt sich zunehmend die LED-Technik. Gute, kommerziell vertriebene Produkte zum Betrieb an Dynamos lassen zwar noch auf sich warten, einige Bastler haben aber schon mehr als nur Notlösungen zusammengesetzt.
Das Rad auf nebenstehendem Foto (und den Besitzer) hatte ich beim letzten Brevet in der Dunkelheit für einige KM in Zweierreihe fahrend neben mir. Da hätte ich meine Lumotec mit 3 Watt Halogenbirne getrost ausschalten können. Die 3 Leds werden über einen Gleichrichter ausschließlich von einem Nabendynamo gespeist und liefern ausreichend Licht, das dem der Mirage X mindestens ebenbürtig ist. Somit eine Lösung, die mir auch für mein Rad gefallen würde!
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| R400 in Brevet-Montur |
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| R400 in Brevet-Montur |
Stauraum:
Bei langen Brevets führt eigentlich kein Weg an einer vernünftigen, möglichst wasserdichten Lenkertasche vorbei. Bei aufgesetztem Kartenfach lässt sich so auch die Wegebeschreibung geschützt, und während der Fahrt gut ablesbar, unterbringen.
Die Fotos zeigen mein Rad bei der letzten Testfahrt einen Tag vor dem 400er-Brevet. Eine Lenkertasche ist (immer) noch nicht montiert. Das Thema der Montage ist weiterhin offen.
Auf einem Zusatzhalter (Minoura Swing Grip), der am Vorbau fixiert ist, sind das GPS-Gerät (Geko 201) und die 5 Watt Mirage montiert. Die beim Brevet über den Nabendynamo gespeiste und am Schnellspanner fixierte Lumotec mit 3 Watt-Birne (siehe Foto weiter oben) hatte ich bei der Testfahrt nicht dabei. Die Mirage war vorsichtshalber montiert, falls sich das Licht der Lumotec bei den zu erwartenden mehreren Stunden in der Dunkelheit als nicht ausreichend herausstellen sollte.
Das Oberrohrtäschchen ist einzig für die Digicam reserviert, die somit jederzeit, auch während der Fahrt, griffbereit ist. Von der Marschverpflegung abgesehen, war der neu erstandene Saddle-Bag (Größe L) bereits mit allem gefüllt, was ich für das Brevet als notwendig erachtet habe. Eigentlich war das gar nicht so viel, trotzdem war die Tasche beim Brevet, also mit Verpflegung, bereits so voll, dass ich den Rollverschluss nur noch eine Umdrehung schließen konnte. Wenn ich mich beim Proviant etwas einschränke, dann sollte in Kombination mit einer Lenkertasche mit 6 Liter Stauraum ausreichend Platz für längere Brevets vorhanden sein. Auch bei solchen, die unter schlechteren Witterungsbedingungen stattfinden und bei denen dann zwangsläufig auch mehr Kleidung untergebracht werden muss.
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| HR-Schutzblech (SKS Bluemels), jetzt doch am Ende |
Schutzblech:
Die fast schon unendliche Geschichte mit dem HR-Schutzblech (
News 07.12.06 und
News 17.11.06) ist, zunächst noch um ein Kapitel erweitet, nun doch beendet. Beim Ausladen des Rades aus dem Wagen nach dem Brevet ist das Blech ohne Vorwarnung in Höhe eines Strebenpaares gebrochen. Jetzt gibt es also noch eine zusätzliche Baustelle. :-(
400 km-Brevet problemlos absolviert
Do, 03.05.07:
Im Gegensatz zum 300er in Brühl zwei Wochen zuvor, bin ich beim 400er ohne Schwächephase über die Runde gekommen. Den angepeilten Schnitt von 25 km/h habe ich tatsächlich realisieren können, allerdings Brutto statt Netto. ;-)
Tags zuvor habe ich mir noch kurzfristig eine größere Satteltasche besorgt, um den Rucksack nicht mitführen zu müssen. Statt des bisher verwendeten
Ortlieb Saddle-Bag in Größe M mit 1,3 l Stauraum, fast der neu erstandene Saddle-Bag in Größe L mit 2,7 l mehr als das doppelte. Trotzdem war die Tasche rappelvoll, obwohl ich auf jegliche Utensilien für schlechtes und/oder kaltes Wetter verzichten konnte.
Beim Start um 06:05 Uhr waren es 10° C und wie beim 300er konnte ich in kurz/kurz + Weste + Armlinge auf die Strecke gehen. Für die Nacht hatte ich vorsorglich Knielinge und eine dünne Windjacke eingepackt. Im Tagesverlauf kletterte das Thermometer bis knapp an die 30° C, es war aber nicht so drückend wie zwei Wochen zuvor. Morgens und mittags war es windstill, am Nachmittag setzte leichter Wind aus Nordost ein. Für uns perfekt, da wir diesen auf dem zweiten Teil der Runde um das Ruhrgebiet dann im Rücken hatten.
Bis zur 1. Kontrolle in Xanten (km 123) war die Strecke weitgehend flach und rund 40, der knapp über 50 gestarteten Teilnehmer, blieben zusammen. Rund 30 km vor der 2. Kontrolle in Lüdinghausen (km 212) wies das Terrain einige Anstiege und Wellen auf und es bildeten sich zunächst kleinere Gruppen. Kurz nach K3 in Holzwickede (256 km) formierte sich ein Trupp mit 6, später 8 Mann, da wir zwei Leute aus der vorausfahrenden Spitzengruppe aufsammelten. Im Sauerland und danach im Oberbergischen waren einige Höhenmeter zu erklimmen. Wie auch schon bei den anderen Brevets harmonierte die Gruppe ganz ausgezeichnet, obwohl ich bei den Veranstaltungen jeweils andere Fahrer um mich herum habe. Bei den Brevets wird eben mit- und nicht gegeneinander gefahren. K4 in Siegburg (379 km) wurde mit Einbruch der Dunkelheit erreicht. Das passte zeitlich ausgezeichnet, um die Pause zur Aktivierung der Beleuchtung und zum Überstreifen der Warnwesten zu nutzen. Schon um 22:30 Uhr und damit weit vor dem vor mir im Vorfeld kalkulierten Zeitpunkt von 2 Uhr, waren wir nach rund 418 km und 2030 hm wieder in Brühl.
Brutto habe ich 16:23 Std:Min und Netto 14:21 Std:Min benötigt. Das ist schon ganz ordentlich, zumal das Rad von Brevet zu Brevet immer schwerer bepackt ist. Da ich die Strecke zudem ohne jegliche körperliche oder mentale Probleme bewältigt habe, bin ich zuversichtlich, auch den 600er am 26.05. zu bestehen.
Fotos der Veranstaltung habe ich wieder in die
Galerie des RR-Forums gestellt.
Noch 3 Tage bis zum 400er-Brevet in Brühl
Mi, 25.04.07:
Derzeit sieht es so aus, als wenn beim kommenden 400er-Brevet am 28.04 ähnliche Wetterbedingungen wie beim 300er am 14.04. herrschen werden. Also sehr warm, trocken, kaum Wind. Selbst in der Nacht werden die Temperaturen wohl zweistellig bleiben. Dennoch werde ich deutlich mehr "Gepäck" als bei den beiden 300er mitschleppen müssen, da ich etliche Stunden in der Dunkelheit unterwegs sein werde. Die Problematik bei der Montage der Lenkertasche hinsichtlich der Kollision mit den STI-Schaltzügen habe ich noch nicht befriedigend gelöst und werde statt der Tasche daher einen kleinen Rucksack mitführen.
Ich möchte die Strecke halbwegs zügig, aber deutlich entspannter und stressfreier als den letzten 300er bestreiten. Ich kalkuliere grob mit 20 Stunden. Der Start ist um 6 Uhr, somit wäre ich um 2 Uhr im Ziel und würde rund 5 Stunden bei voller Dunkelheit fahren. Die Wegebeschreibung und GPS-Daten liegen bereits vor. Demnach sind 412 km mit etwas mehr als 2000 hm zu meistern. Das Profil ist somit deutlich einfacher als bei den beiden absolvierten 300er-Brevets. Ein Netto-Schnitt von 25 km/h sollte drin sein. Dann blieben 3 1/2 Std. Zeit für Pausen.
Vor genau einem Jahr (29.04.06) habe ich übrigens eine ähnliche Distanz bewältigt. Seinerzeit bin ich mit dem Rad nach Herne, habe dort den Marathon bestritten und bin mit dem Rad wieder nach Hause. Das waren 389 km mit 1975 hm. Brutto habe ich da 17:12 Std:Min benötigt, die jetzt anvisierten 20 Stunden sind deshalb sicherlich mehr als realistisch.
Wie geschrieben, stehen die
Detaildaten seitens des Ausrichters bereits zur Verfügung. Zusätzliche Infos wie Streckenübersicht, Höhenprofil und Downloadmöglichkeiten für ein Top50-Overlay und einen GPS-Track biete ich
hier an.
Mein Bruder Frank entwickelt mittlerweile auch eine Vorliebe zu den Langstrecken. Nach der gemeinsamen Teilnahme beim 200er in Wachtendonk (03.03.07, siehe
Bericht) ist er am 21.04. den 300er-Brevet im
Emsland gefahren und wird dort voraussichtlich auch beim 400er-Brevet am 12.05.07 starten.
Chaos im Ziel beim Amstel Gold Race
Mo, 23.04.07:
Samstag sind Frank (@fwo) und ich planmäßig beim
AGR gestartet. Beim AGR werden 6 verschiedene Distanzen angeboten (60, 100, 125, 150, 200, 250 km). Die lange Strecke, die wir absolviert haben, besteht aus einer 100 und einer 150 km Runde. Auf den ersten 20 km wollte das Thermometer die 2° C partout nicht überspringen. Gut, dass ich die langen Handschuhe dabei hatte. Nach Ende der ersten Runde waren wir leider pünktlich um 10 Uhr zum gemeinsamen Start der 150 km-Teilnehmer wieder in Valkenburg, so dass auf den ersten Kilometern der zweiten Runde ein dichtes Gedränge herrschte. Gleiches galt für die zwei folgenden Verpflegungskontrollen bei km 133 und 193, die auch von Teilnehmern der anderen Strecken angefahren werden.
Den hammerharten Keutenberg (22%-Steigung) konnte ich zum Glück relativ frei fahren. Wenige hundert Meter vor dem Einstieg wurden wir an einem Abzweig von Marshalls einige Zeit aufgehalten, um den Autoverkehr passieren zu lassen. Diese unfreiwillige Pause war ausreichend, die steilste Passage im unteren Bereich, wo etliche Teilnehmer zum Schieben gezwungen sind, frei zu räumen. Eine Schrecksekunde musste ich dennoch überstehen. Im folgenden, nicht mehr ganz so steilen Stück, wollte jemand auf sein Rad steigen und machte sich direkt vor mir lang. Mit einem Schlenker konnte ich ihm so gerade ausweichen. Sein Fluch hat ihn unzweifelhaft als Landsmann enttarnt: "Sch...".
Am abschließenden Cauberg war bereits 100 m vor Überqueren der Ziellinie kein Durchkommen mehr. Totaler Stau. Hier muss klar festgestellt werden, dass 12000 Teilnehmer einfach zu viel sind.
Mitte April und 30° C ...
Di, 17.04.07: Was für ein Wetter! Beim 300er-Brevet am Samstag (14.04.) in Brühl wurde uns im Verlaufe des Tages ganz schon eingeheizt. Wie es mir ergangen ist, kann dem Bericht entnommen werden.
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| von oben: Reduzierhülse 1 1/8 auf 1" (12 g) Vorbau 110 mm, +/- 6° (144 g) Vorbau 120 mm, +/- 17° (147 g) |
Einen Tag vor dem Brevet habe ich per Post den passenden Vorbau für das
R1000 erhalten.
Bruder Frank hatte noch einen mit 110 mm Länge parat, den er mit günstig überlassen hat.
Gegenüber dem ursprünglich montierten Vorbau mit 120 mm Länge und 17° Neigungswinkel (der Steuerrohrwinkel
beträgt beim CAAD4 73° und der Vorbau steht damit waagerecht zum Boden) ergeben sich bei Montage eines Vorbaus
mit 110 mm und 6° Neigung gemäss trigonometrischer Berechnung eine Kürzung um effektiv 12,02 mm und ein
Höhengewinn von immerhin 21,38 mm. Die Sitzposition bei der Proberunde am Freitag abend war daher
entsprechend ungewohnt. Statt einem 20 mm Spacer fahre ich das Rad jetzt vorab mit nur noch 10 mm Spacer
unter dem Vorbau.
Die Vorbaugewichte (siehe Kommentar unterhalb des Fotos) sind weit entfernt von dem, was Ritchey für die
Vorbauten seinerzeit angegeben hat, nämlich 115 g für den WCS mit 110 mm Länge. Mittlerweile wurde die
Serie durch den
4Axis abgelöst.
Das Brevet habe ich mit dem R1000 bestritten. Die Runde führte bis fast nach Hunswinkel (km 120) heran.
Bei gravierenden Haltungsbeschwerden hätte ich ohne großen Aufwand auf das
R400 wechseln können.
Das war aber nicht notwendig. Mit der Sitzposition komme ich jetzt klar, ich habe erfreulicherweise auch
keine Rückenschmerzen.
Ende Serie 7 der imagic-Liga
Di, 17.04.07:
Bei dem fast schon hochsommerlichen Wetter, was derzeit herrscht, fährt wohl kaum jemand auf der Rolle.
Trotzdem möchte ich nicht unterschlagen, dass die
imagic-Liga am 30.03. endete.
Leider hat es in der letzten Liga-Woche bei mir nur noch für zwei schnelle Runs gereicht. In
Rennen 6 (Sipscape-Gebiet, 25,6 km) konnte ich meinen Neffen Timo auf der letzten Rille fahrend, knapp hinter mir lassen. Beim Blick auf die Pulswerte ist aber sofort ersichtlich, dass er in dem Rennen nicht ans Limit gegangen ist.
Das abschließende
Rennen 7 (Capricorn-Gebiet, 17,8 km) wird in der Liga als Einzelzeitfahren ausgetragen. Bereits hochgeladene Runs anderer Liga-Teilnehmer lassen sich nicht herunterladen und die erzielten Zeiten werden bis zum Abschluss der Serie nicht veröffentlicht. Man kann daher nur eigene, zuvor gefahrene Runs, als Gegner laden. Im Gegensatz zu den anderen Rennen, bei denen bis zu 5 Verbesserungen (bezogen auf die Gesamtzeit) erlaubt sind, darf bei Rennen 7 zudem nur ein scharfer Run hochgeladen werden.
In diesem Rennen hat Timo richtig Gas gegeben und eine beachtliche Durchschnittsleistung von 4,42 W/kg erzielt.
Die in der Tabelle ausgewiesene HF-Avg von 162 ist allerdings fehlerhaft, da bei der Aufzeichnung der
Herzfrequenz etliche Aussetzer aufgetretem sind, die den Durchschnittswert natürlich nach unten drücken.
In dem Rennen war ich chancenlos und habe mir auf der relativ kurzen Distanz einen Rückstand von mehr als
einer Minute eingehandelt.
Endstand nach den 7 Rennen (nur bezogen auf die Zeitwertung) im persönlichen Vergleich 3:4. Im
Zeit-Gesamtklassement, das sich aus den Einzelplatzierungen (nicht den Zeiten) der Gelbwertung errechnet, hat Timo einen Platz besser abgeschnitten.
In den anderen Wertungen (
imagic,
Bergsprint,
Flachsprint
) liegt er meist deutlich voraus.
Bruder Frank hinkt in den Platzierungen hinterher und Neffe Tobias hat nach den ersten zwei Rennen offenbar die Lust verloren und keine weiteren Runs absolviert. Niko hat die Serie bei seiner ersten Teilnahme im ersten Drittel abgeschlossen.
300er-Brevet im Weserbergland absolviert
Fr, 13.04.07:
Wie vorgesehen, war ich mit der Familie über die Ostertage im Emsland und komme erst jetzt dazu, den News-Bereich zu aktualisieren. Bei einigen stand ich wohl schon auf der Verlustliste, wie SMS belegen ...
Karfreitag (06.04.) bin ich mit knapp 30 anderen Teilnehmern im Weserbergland beim dortigen 300er-Brevet unterwegs gewesen. Bei guten äußeren Bedingungen, morgens war es bei 5° C und gegen Ende der Runde bei 8° C zwar recht kühl, am frühen Nachmittag durften wir uns bei fast 20° C aber schon ordentlich sonnen. Die mäßige, aber kontinuierliche Brise aus Westen sorgte im ersten Part für Rücken-, später dann Gegenwind.
Bis K1 (Uffeln, 28 km) war der Streckenverlauf überwiegend flach und das Tempo recht gemächlich. Im weiteren Verlauf bildete sich dann eine Kopfgruppe mit zunächst 8, nach K4 (Uslar, 177 km) mit noch 5 Fahrern. Wir waren durchaus zügig unterwegs, ohne das Brevet in ein Rennen zu verwandeln. Die Gruppe harmonierte prächtig, bei gelegentlichen temporären Schwächen einzelner an Anstiegen, wurde gewartet. An den Kontrollen gab es keine Hektik und wir haben teilweise auch länger Rast gehalten. Auch gemeinsame Pinkelpausen wurden eingelegt. Kurzum, es lief so, wie eine Gruppe funktionieren sollte, man sie aber selten findet.
Auf einem längeren, flachen Abschnitt kurz vor K5 (Bodenwerder, 230 km) hatte ich meinen Tiefpunkt und auch der Hintern schmerzte. Nach der Kontrolle und beim folgenden Anstieg waren die Probleme aber wie weggewischt. Nach 10:55 (Std:Min) netto und 12:34 (Std:Min) brutto waren wir pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit am Ziel, dem Eiscafe Venezia, wo wir von Uwe, dem
Ausrichter, noch zu einem heißen Kakao eingeladen wurde. Für die gesamte Strecke (einschließlich der 3 km vom Eiscafe zum Startbereich) weist mein Tacho 301,8 km und 2785 hm aus. Von Rückenproblemen keine Spur. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung auf reizvoller Strecke mit narrensicherem Streckenplan.
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| HighTech am Brevetrad |
Btw, hier ein Beleg, das Brevets auch mit hochwertigem Material gefahren werden. Neben den aerodynamischen Laufrädern Xentis Mark 1 war am Rad noch ein Xenon-Scheinwerfer Lupine Edison montiert. Alleine für diese Komponenten bekomme ich wenigstens 3 Stück meines kompletten
Langstrecken-Rades. ;-)
In der Foto-Galerie des Rennrad-Forums habe ich weitere Bilder vom Brevet eingestellt. Auch auf der Homepage des Brevet-Veranstalters werden Fotos veröffentlicht.
Und hier gibt es einen Bericht zum Brevet von @dan.
Verzicht auf 300er-Brevet in Wachtendonk
Mi, 04.04.07:
Auf eine Teilnahme am 300er-Brevet in Wachtendonk am 31.03. habe ich auf Grund von Rückenproblemen vorsorglich verzichtet. Offensichtlich ist mir die Umstellung auf das Sommerrad nicht gut bekommen und die extreme
Tour am letzten Wochenende mit mehr als 3000 hm hat richtig eingeschlagen.
Winter- und Sommerrad haben den gleichen Rahmen, allerdings unterschiedliche Rahmenhöhen. Auf dem Sommerrad sitze ich sportlicher und gestreckter. Im letzten Jahr habe ich die Räder je nach Wetterbedingungen wechselseitig genutzt, immer problemlos. Bei der ersten Ausfahrt mit dem Sommerrad in diesem Jahr am 13.03. ist mir dann allerdings schon bewusst geworden, dass die Sitzposition erheblich differiert, obwohl an keinem der beiden Räder Umbaumaßnahmen vorgenommen wurden.
Ich werde daher in den nächsten Tagen einen kürzeren Vorbau montieren, um die Sitzposition anzugleichen. Bis dahin werde ich auf die Benutzung des Rades verzichten.
Statt in Wachtendonk haben die Vereinskollegen und ich am Samstagnachmittag bei gutem Wetter eine Runde im Oberbergischen absolviert. Niko wollte eigentlich an der RTF in Wuppertal teilnehmen, hat dort aber nach wenigen Kilometern eine Pedalachse durchgetreten. Da er vor Ort keinen Ersatz auftreiben konnte, fuhr er unverrichteter Dinge wieder nach Hause und behob dort das Malheur. Keine Ahnung, wie er es immer wieder schafft, Teile seines Materials zu zerstören. Ich kann mich an einen Marathon (Dortmund Holzen 2005) erinnern, wo die Tour nach rund 70 km für ihn beendet war, weil ihm wegen eines schlecht eingestellten Umwerfers beim Runterschalten die Kette in die Speichen geraten und dann zwei Speichen gerissen waren. An eine Weiterfahrt war da nicht zu denken.
Bernd habe ich erstmals in diesem Jahr auf seinem Sommerhobel gesehen. Und dafür, dass er sich bei mir kürzlich vorsichtig darüber beschwert hat, dass wir so früh im Jahr eine Spur zu schnell und die Routenprofile bereits zu heftig seien, hat er in einigen Passagen schon reichlich Druck aufs Pedal gegeben. Mike war im Gegensatz zur Vorwoche diesmal auch gut drauf. Selbst den extra eingeschobenen steilen Anstieg von Neumühle nach Hardt (an der K53) mit durchschnittlich 13% konnte er mit dem mittleren Blatt bewältigen. Soweit zum Samstag.
Während Bernd am Sonntag recht früh aufs Rad wollte, hatte Mike ab 10 Uhr eine längere Tour in Richtung Altena und weiter geplant. Bei mir sollte die Familie am Nachmittag zur ihrem Recht kommen, deshalb habe ich mich Mike nur für einen kurzen Part bis zum Ortsrand von Lüdenscheid angeschlossen, bin dann in einem Bogen wieder zurück und war pünktlich zum Mittagessen wieder daheim. Im Gegensatz zur gestrigen recht flotten Runde, waren wir diesmal locker unterwegs. Insgesamt kam ich am Wochenende auf 206 km (124 + 82) und 2590 hm (1430 + 1160). Das sind immerhin noch 2/3 des ursprünglich geplanten Brevets, allerdings verteilt auf 2 Tage. Für meinen Rücken war das aber wohl die sinnvollere Variante. Details zu den Touren stehen wieder im Bereich
Training | Touren.
Am Karfreitag (06.04.) gibt es die nächste Gelegenheit, ein 300er-Brevet zu meistern. Diesmal im Weserbergland. Von der Streckenführung her sicherlich anspruchsvoller und abwechslungsreicher als eine flache Runde durch die Niederlande, wie beim 300er in Wachtendonk. Die Rückenbeschwerden nehmen zum Glück ab, so dass einem Start eigentlich nichts im Wege stehen sollte.
Hellinge im Sauerland ...
Di, 27.03.07:
Nach dem relativ flachen 200 km-Brevet am 03.03. und vor dem relativ flachen 300 km-Brevet am 31.03, jeweils in Wachtendonk, habe ich in der letzten Woche große Lust auf jede Menge Höhenmeter verspürt. Hier im Sauerland geht es ja eigentlich nicht ohne, aber ich wollte eine Runde mit dem bestmöglichen Kompromiss aus maximalen Höhenmetern bei minimaler Streckenlänge, dabei weitgehend verkehrsarm.
Also habe ich während der Woche mittels der Top50-Software eine entsprechende Strecke zusammengestellt. Bei meinen Winterausfahrten hatte ich im Bereich Plettenberg einige neue Abschnitte erkundet, die auf jeden Fall integriert werden sollten. Herausgekommen ist folgende
Route mit diesem
Profil. Anstiege sind rot, Abfahrten hellblau gekennzeichnet.
Mehr spaßeshalber hatte ich meine drei Trainings-/Vereinskollegen vom Vorhaben unterrichtet, zwei wollten mich am Sonntag tatsächlich begleiten. Während der Woche gab der Winter ein kurzes Lebenszeichen. Am Donnerstag schneite es noch einmal, so dass ich am Samstag vorab einige Abschnitte der Runde auf Passierbarkeit überprüft habe.
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| 24.03.07: zwischen Hülschotten und Sonneborn, 440 m ü. NN |
An der "Spinne", einem Wegekreuz in der Nähe der Nordhelle (mit 663 m ü. NN die höchste Erhebung im Ebbegebirge), war der Weg am späten Samstag Nachmittag für Rennräder kaum passierbar. Der Bereich ist für Kfz gesperrt, lediglich Forstarbeiter dürfen hier mit motorisierten Fahrzeugen verkehren. So waren bei den gut 15 cm Schnee, die hier insgesamt lagen, lediglich zwei schmale Fahrspuren nutzbar, und selbst die waren teilweise noch mit Schneematsch gefüllt. Bei den kühlen 4° C, die mein Thermometer anzeigte, konnte man sicher sein, dass sich der Zustand bis zum nächsten Vormittag nicht grundlegend ändern würde.
Kurzum, die ursprünglich geplante Strecke konnte nicht wie vorgesehen befahren werden. Stattdessen hatte ich eine leicht entschärfte Variante gewählt, die aber immer noch heftig genug werden sollte. Um 10 Uhr am Sonntag, mittlerweile ja Sommerzeit, traf ich mich mit Niko und Mike in Krummenerl, nicht weit von Meinerzhagen-Hunswinkel. Es war noch recht frisch, gerade mal 5° C und bis Mittag sollte es auch nicht wesentlich wärmer werden. Erst am Nachmittag konnte ich Temperaturen bis hoch zu 14° C registrieren.
Mike fühlte sich nicht gut, und verabschiedete sich nach rund 40 km. Bis dahin hatten wir schon knapp 1000 hm bewältigt, darunter auch einige recht steile Hügel. Niko scheint schon recht gut in Form zu sein. Bei den bisherigen Steigungen war er jedenfalls immer voraus und auch den Anstieg zur Nordhelle über die L707 meisterte er deutlich schneller als ich. Nach der Schleife entlang der Fürwigge-Talsperre und beim Anstieg über Stottmert nach Oberholte hielt er sich aber vornehm zurück und teilte mir dann mit, dass es ihm ebenfalls reichen würde. Nach 65 km und 1700 hm trennten sich also auch unsere Wege.
Den zweiten Teil der Runde war ich somit alleine unterwegs und die Kollegen versäumten den brutalen Anstieg von Plettenberg-Holthausen über die Dermecke in Richtung Dingeringhausen. Die nackten Daten des Abschnitts, 1,65 km und 170 hm (Schnitt 10,4%), sind nicht gerade furchterweckend, er enthält aber einige längere Teilstücke die schätzungsweise zwischen 18 - 20% liegen. Meiner Meinung kann sich der Anstieg mit Klassikern wie Redoute (Lüttich - Bastogne - Lüttich) oder Keutenberg (Amstel Gold Race) messen. Vielleicht habe ich ihn aber auch nur deshalb so anspruchsvoll empfunden, weil ich für die Runde bewusst die Flachlandübersetzung mit einer 23-13er-Kassette (vorne wie immer Kompakt 50/34) gewählt und dabei das 23er-Ritzel eisern gemieden habe. ;-)
Die Runde hat logischerweise einige Körner gekostet, aber auch mächtig Spaß bereitet. Am Schluss hatte ich 135 km und 3085 hm auf dem Tacho. Streckenskizze und Profil gibt es wie gewohnt unter
Training | Touren, Eintrag vom 25.03.
Letzte Woche der 7. Serie der imagic-Liga
Mo, 26.03.07: Am Freitag dieser Woche (30.03.) endet die 7. Serie der imagic-Liga. In letzter Zeit habe ich nur noch selten auf der Rolle gesessen, bei den teilweise recht guten Wetterverhältnissen wohl verständlich. Eigentlich wollte ich mich in den Rennen 3 - 7 noch einmal verbessern, nach zwei Fehlversuchen läuft mir jetzt aber die Zeit davon. In Rennen 3 konnte ich mich zwar um 2 Minuten auf 52:47 Min:Sek steigern, das war aber eigentlich auch zu erwarten, da ich den Run bisher nur halbherzig angegangen war. Ich blieb aber auch über 2 Minuten über der Zeit meines Neffen Timo (50:40). Insofern ist die Endzeit natürlich enttäuschend. Letzten Donnerstag war ich im Rennen 6 gut unterwegs, aber dann stürzte mir nach knapp der Hälfte der Distanz das Programm ab! Mal sehen, ob diese Woche noch etwas drin ist.
Winterpokal beendet
Mo, 26.03.07:
Am 25.03. wurde der
Winterpokal beendet. Die endgültigen Platzierungen stehen aber noch nicht fest, da Daten 4 Wochen lang nachgetragen werden können. Nicht wenige Radler befinden sich derzeit auf Mallorca, trainieren fleißig und sammeln so noch jede Menge Punkte, die dann nach der Rückkehr eingetragen werden.
Ich habe die Serie mit 1116 Punkten (2006: 1433 Punkte, 2005: 1309 Punkte) beendet und stehe damit derzeit im
Einzelranking auf Platz 63 bei insgesamt 1314 Teilnehmern. Unser
Team "Strategen" hat die angestrebte Platzierung innerhalb der TOP-10 verpasst, obwohl wir uns nach schwachem Beginn zwischenzeitlich bis auf Rang 9 vorgearbeitet hatten. Aktuell nehmen wir in der
Teamwertung Position 14 bei 224 Teams ein.
Neue Rubrik "Equipment"
Do, 22.03.07: Das Layout der Website wurde geringfügig geändert. Einige Bereiche, die im linksseitigen Menü platziert waren, sind jetzt in den Kopfbereich gewandert, da ich Platz für weitere Themenbereiche benötige. Eine neue Rubrik ist mit "Equipment" tituliert, dort stelle ich Teile meines Materials vor. Da ich seit 1983 meine Trainingsaktivitäten protokolliere, kann ich die notwendigen Daten für km-Statistiken und Umbaumaßnahmen ohne großen Aufwand zusammentragen.
Noch kein Frühling, der Winter ist zurück!
Do, 22.03.07: Konnte ich in der Vorwoche das Sommerrad bei Temperaturen um 15° C einem Funktionstest unterziehen, durfte ich am Montag dieser Woche doch tatsächlich das erste Mal in diesem Winter Schnee schaufeln. Verkehrte Welt! Aber spätestens am kommenden Sonntag, für den zweistellige Temperaturen vorhergesagt sind, sollten die Strassen auch in den höheren Regionen des Sauerlandes wieder frei und eine längere Ausfahrt möglich sein.
Ja, ist denn schon Frühling?
Di, 13.03.07:
Den insgesamt 6 1/2 Stunden auf der Rolle am Samstag, sollte am Sonntag eine adäquate Outdoor-Runde folgen. Während Niko eine Teilnahme an der RTF in Holzwickede vorzog, Bernd für eine Woche zum Skifahren in den Alpen weilt und sich angesichts des für Radler idealen und traumhaften Wetters, das auch die gesamte Woche über unverändert anhalten soll, vermutlich in den Hintern beisst, haben Mike und ich eine Runde in den heimischen Gefilden zurückgelegt.
Nach dem Wachtendonk-Brevet war allerdings zunächst eine gründliche Reinigung des Winterhobels angesagt. Das Rad sah nämlich aus, als hätte es tagelang in einem feuchten Sandkasten gelegen. Mit Abspritzen war es nicht getan. Also habe ich die Kette demontiert, dank Connex-Link kein Akt, die Kassette abgezogen und die Teile am Mittwochabend während des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Real Madrid (2:1) akribisch gesäubert. Die Shimano 9-fach-Kassetten der 105er-Gruppe
(CS-HG70) bestehen aus Einzelritzeln, bei denen die oberen 5 oder 6 Ritzel (je nach Übersetzung) nicht vernietet, sondern durch 3 Inbusschrauben fixiert sind und sich daher einfach zerlegen lassen. Werden Reinigungen halbwegs regelmäßig durchgeführt, reichen Haushaltstücher ("Zewa-Rolle") ohne weitere Zusatzmittel wie Fettlöser oder ähnliches.
Für die Ausfahrt konnte ein Teil der Winterbekleidung im Schrank bleiben. Erstmals im Jahr kamen eine 3/4-Hose und normale Radschuhe zum Einsatz. Da die Sonne den Weg ins Listertal allerdings immer erst recht spät findet, waren auf den ersten Kilometern, bei 4° C, noch lange Handschuhe notwendig. Am Nachmittag kletterte das Thermometer bei wolkenlosem Himmel dafür auf 14° C. Mike war ein ganze Zeit in kurzärmeligem Trikot unterwegs.
Eigentlich hatten wir eine ruhige, nicht zu profilierte Tour geplant. Mit 140 km und etwas über 2000 hm wurde es aber doch etwas heftiger. Das lag aber nicht an mir. Anstatt zum Schluss der Runde am Biggesee entlang zu rollen, wollte Mike eben noch diesen und jenen Hügel mitnehmen, da konnte ich natürlich nicht "nein" sagen. ;-)
Streckenübersicht und Höhenprofil zur Runde finden sich unter Training | Touren, Eintrag vom 11.03.
3. Rollenmarathon
Di, 13.03.07:
Am Wochenende wurde mit den Starts der ersten RTFs die Freiluftsaison eröffnet. Petrus war den Radlern freundlich gesonnen und hat frühlingshaftes Wetter beschert. Trotzdem habe ich am Samstag die Rolle vorgezogen. Denn bevor es draußen richtig losgeht und der Rollentrainer dann nur noch bei schlechtem Wetter genutzt wird, wollte ich wenigstens noch einen offiziellen Liga-Marathon der Serie 7 absolvieren. Um 11 Uhr war ein Fußballspiel meines Sohnes angesetzt. Bei Heimspielen fungiere ich als Schiedsrichter. Daher war klar, dass ich den Marathon in zwei Etappen fahren würde. Das Gros der Rennen morgens, den Rest dann irgendwann am Nachmittag. Ebenso klar war auch, dass ich mich bei der zu erwartenden Bruttozeit, und genau um diese geht es primär bei dem Wettbewerb, am Ende des
Marathon-Rankings wiederfinden würde. An den bis Samstag eingereichten 3 Marathons der anderen Liga-Teilnehmer brauchte ich mich daher auch nicht zu messen, und bin so ohne zeitliche Vorgabe gefahren.
Punkt 6 Uhr habe ich das 1. Rennen begonnen und konnte bis 10:20 Uhr insgesamt 5 Runs mit (laut Tacho) 150 km absolvieren. Dabei war ich durchaus fix unterwegs, ohne mich allzu sehr zu verausgaben. Zwischen den Runs habe ich ohne Hektik kurze Pausen eingelegt. Am späten Nachmittag standen dann die zwei restlichen Rennen an, zunächst mit R4 der längste (60,7 km) und zum Abschluss R7 (17,8 km). In R4 ging es mir bis zur Hälfte des Run ganz gut. Meinen Gegner, meine eigene bisherige, allerdings nicht voll gefahrene Bestzeit, konnte ich gut in Schach halten. Dann allerdings habe ich massiv abgebaut. Mein Gegner zog auf und davon und ich verlor insgesamt noch 3 Minuten. Hatten mich die 50 Minuten gelegentliches Laufen beim Fußballspiel dermaßen geschafft? Nach zwei Riegeln und 8 Minuten Pause konnte ich R7 noch ordentlich über die Bühne bringen.
Meine Gesamt-Nettozeit von 6:23:59 Std:Min:Sek ist gar nicht so übel. Damit rangiere ich nur knapp hinter @lothi und immerhin noch vor @schruuber, die beide deutlich stärkere Fahrer sind. Im Vergleich zu meinen vorherigen
Rollenmarathons der Serie 6, der mit 213 zu 227 km etwas kürzer war, habe ich mich leistungsmäßig von 2,69 auf 2,90 W/kg gesteigert. Mag sein, dass die lange Pause nach dem 5. Rennen für eine gewisse Erholung gesorgt hat, obwohl ich in der Zeit ja nicht inaktiv war. Auf Grund der Schwächen im 6. Rennen vermute ich aber eher, dass ich noch besser abgeschnitten hätte, wäre ich die Runs in einem Rutsch gefahren.
1. Brevet absolviert
Mi, 07.03.07:
Die ersten 200 der insgesamt 1500 Qualifikations-Kilometer auf dem Weg nach Paris sind geschafft. Ich hoffe, die folgenden Brevets finden unter besseren Wetterbedingungen statt. Nach dem sich die Wetteraussichten zum Wochenende hin dramatisch verschlechtert hatten, war ich kurz davor, auf eine Teilnahme zu verzichten. Eine entsprechende Mail an die Herren, die beabsichtigten mich zu begleiten, fand aber nicht die erwartete Resonanz. Sowohl mein Bruder Frank (@frankyjogger), wie auch Frank W. (@fwo) wollten sich von den paar zu erwartenden Regentropfen und gelegentlichen Windböen nicht abhalten lassen. Bernd-Wilhelm (@strwd), der sich kurzfristig ebenfalls zur Teilnahme angemeldet hatte, wollte noch abwarten. Einzig Thorsten (@nippes) sagte ab, allerdings nicht wegen des Wetters, sondern auf Grund beruflicher Verpflichtungen.
So waren wir denn am Samstag mit etwas mehr als 100 anderen Radlern bei widrigen Bedingungen vorwiegend durch die Niederlande unterwegs. Wie es uns ergangen ist, kann dem
Bericht entnommen werden.
Einen Tag später, also am folgenden Sonntag, war das Wetter natürlich bestens. Nicht nur trocken, nein überwiegend heiter mit deutlich zweistelligen Temperaturen. Davon hatte ich allerdings gar nichts, ich lag nämlich vornehmlich im Bett. Schon die Woche über war etwas im Anmarsch, deshalb wäre mir eine Nichtteilnahme in Wachtendonk nicht so ungelegen gekommen. Selbst die Rolle hatte ich seit Montag nicht mehr benutzt. Während des Brevets ging es noch erstaunlich gut. Erhöhter Puls und die Nase musste öfter als gewöhnlich freigeblasen werden, aber sonst gab es keine Beeinträchtigung.
Am Sonntag aber waren die Stirnhöhlen zu, dazu die unvermeidlichen Kopfschmerzen und eine Müdigkeit, die mich immer wieder, allerdings nur kurzzeitig, in den Schlaf fallen ließ. Zum Glück bin ich relativ robust, schon am Montag war die Sache halbwegs gegessen und ich wieder auf dem Damm.
Kurz vor dem ersten Qualifikationsbrevet
Di, 27.02.07:
Nächsten Samstag ist es soweit, das erste Qualifikationsbrevet für P-B-P (nähere Infos zu P-B-P und der notwendigen Qualifikation finden sich in der
Jahresplanung 2007) in Wachtendonk am Niederrhein über 200 km steht an. Für mich die erste Teilnahme an einem Brevet überhaupt. RTFs und Marathons bin ich ja mittlerweile schon einige gefahren und kenne mich mit den Gepflogenheiten ganz ordentlich aus. Bei Brevets ist aber vieles anders. Es gibt keine ausgeschilderte Strecke und keine Verpflegungsstellen. Stattdessen wird vom Ausrichter am Start eine Brevetkarte mit dem detaillierten Routenverlauf übergeben und es sind Kontrollstellen, z.B. Tankstellen und ähnliches, zum Abstempeln als Nachweis anzufahren.
Auch die Teilnehmer sind angeblich aus anderem Holz geschnitzt. Die "Randonneure", wie die Langstreckenfahrer bezeichnet werden, nehmen zwar gelegentlich auch an RTFs teil, sind aber dennoch eine eigene Spezies. Oftmals Einzelgänger, was sich durch das notwendige Einstellen auf den eigenen bevorzugten Rhythmus gerade auf den langen Distanzen und des dadurch kaum vorhandenen Gruppenzwang erklärt. Meist vollkommen autark ausgerüstet, in jüngster Zeit zunehmend auch mit GPS-Geräten, natürlich ausreichender Beleuchtung (echte Randonneure verzichten auf batteriebetriebene Scheinwerfer und nutzen stattdessen Nabendynamos) und allem sonst Notwendigem, um Defekte ohne fremde Hilfe beseitigen zu können. Auch bei der Kleidung ist für alle Eventualitäten vorgesorgt. Lenkertaschen, Sattelstützentaschen und gelegentlich sogar Gepäcktaschen sorgen für den nötigen Stauraum und sind eher Regel als Ausnahme. Selbstredend, dass beim Material Verlässlichkeit und Funktionalität gegenüber HighTech und Leichtbau dem Vorzug gegeben wird.
Soweit zu dem, was ich bisher aus Gesprächen und Berichten gehört und gelesen haben. Wie es sich tatsächlich mit der Brevet-Szene verhält, werde ich zwar nicht nach Wachtendonk, aber wahrscheinlich im Verlaufe des Jahres, wenn die längeren Brevets absolviert sind, genau wissen. Falls ich denn tatsächlich am Ball bleibe ...
Normalerweise fällt die Teilnehmerzahl bei den Brevets eher bescheiden aus. Dieses Jahr ist aber offensichtlich alles anders. Ich bin nicht der einzige Neuling, der sich für P-B-P interessiert. Und wegen der Quali gibt es einen richtigen Run auf die Brevets. Viele der Brevets anderer
ARA-Stützpunkte, bei denen es Teilnehmerbeschränkungen gibt, sind bereits seit Wochen ausgebucht. In Wachtendonk gibt es kein Starterlimit, für den 200er liegen aber bereits 80 Anmeldungen vor!
Die Strecke in Wachtendonk ist bekannt und weist laut
Bericht von Hermann aus 2006 einen Höhenunterschied von immerhin 230 m auf. Also nahezu komplett flach! Gepaart mit dem bei solchen Profilen zu erwartenden Wind normalerweise keine Veranstaltung, an deren Teilnahme ich einen Gedanken verschwenden würde, zumal noch An- und Abfahrt mit dem PKW von rund 160 km einzurechnen sind. Aber wer in Paris starten möchte, muss in den sauren Apfel beißen können. Und, wo sonst hat man schon die Möglichkeit, von Deutschland aus mit dem Rad nach America zu fahren. Nein, kein Schreibfehler. In America, einer Ortschaft in den Niederlanden, durch das die 200er-Runde hauptsächlich führt, ist eine Kontrollstelle eingerichtet.
Erstaunlicherweise haben sich aus dem Bekanntenkreis einige Interessierte gemeldet, die ebenfalls in Wachtendonk starten möchten. Just for fun, die Qualifikation interessiert nicht. Es handelt sich um meinen Bruder Frank, der aus Emden anreisen wird. Seine Beweggründe sind mir nicht ganz klar. Von Emden bis Wachtendonk sind es immerhin fast 300 km einfache Strecke. Und das Ganze, nur um mit seinem Bruder Anfang März eine anspruchslose Runde mit Selbstversorgung durch die Provinzen
Limburg und
Nordbrabant unseres Nachbarlandes zu drehen? Wie dem auch sei, ich freue mich natürlich, dass er mich begleiten möchte. Auch sein Namensvetter Frank W., mit dem ich schon etliche Marathons zusammen absolviert habe, plant eine Teilnahme. Einerseits will er zusammen mit mir Mitte April beim
Amstel Gold Race die lange Strecke unter die Pedale nehmen, und da kommen 200 km als Vorbereitung nicht ungelegen, andererseits liegt Wachtendonk mehr oder weniger vor seiner Haustüre.
Nummer drei im Bunde wird Thorsten (@nippes), mein Teamkollege aus dem Winterpokalteam der
"Strategen" und imagicer der ersten Stunde sein. Er kommt aus dem Ruhrgebiet, auch seine Anfahrt hält sich in Grenzen. Thorsten sieht das Brevet als Gelegenheit, um einen ersten längeren Ausdauer-Trainingsreiz zu setzen. Bei grob kalkulierten 8 Stunden Nettozeit kämen durch uns beide dann immerhin 64 Punkte fürs Winterpokalteam zusammen. Die können wir gut gebrauchen, um unsere Top-10-Platzierung in der
Teamwertung zu festigen.
Auch Bernd, mein Vereinskollege und Trainingspartner, wollte in Wachtendonk ursprünglich mit von der Partie sein, hat mittlerweile aber abgesagt. Sein Saisonhöhepunkt ist der
Ötztaler Radmarathon Ende August, übrigens seine 10. Teilnahme! 200 km so früh im Jahr sind ihm dann doch zu viel.
Natürlich ist geplant, die komplette Strecke gemeinsam zu fahren. Auch bei Defekten wird gewartet und notfalls gemeinsam repariert. Das ist bei Brevets normalerweise nicht üblich. Dort gilt, wie oben schon angedeutet, eher die Maxime "Selbst ist der Mann" und fremde Hilfe normalerweise verpönt. Als P-B-P-Anwärter gehöre ich quasi auch zu den "Randonneuren", aber deswegen muss ich mir nicht alle Gepflogenheiten zu Eigen machen.
Ich bin mal gespannt, wer letztlich tatsächlich starten wird. Derzeit löst ein Tiefdruckgebiet das andere ab. Im Sauerland regnet es seit Tagen fast permanent. Die Wettervorhersage für die Woche verspricht keine großartige Besserung. Aber am Samstag soll es laut
wetteronline.de im Bereich Wachtendonk bei mäßigem Wind halbwegs trocken sein. Bei Tiefsttemperaturen von 4° C besteht wenigstens keine Gefahr von vereisten oder verschneiten Passagen überrascht zu werden.
Duell in der imagic-Liga
Di, 27.02.07:
Wie schon erwähnt, ist Vereinskollege Niko (@knog) ebenfalls in der imagic-Liga aktiv. Er hat sich die imagic-Rolle erst zu Beginn des Jahres zugelegt und am Anfang wohl noch den richtigen Anpressdruck gesucht. Offensichtlich hat er den mittlerweile gefunden, wie seine Leistungssteigerungen erkennen lassen. Nach mehrmaligen Versuchen, hatte er sich beim absolut flachen Prolog über 9,4 km von 14:10 über 13:51 auf 13:42 Min:Sek gesteigert und sich damit zeitgleich mit meinem Bruder Frank (@frankyjogger) im Ranking unmittelbar vor mich gesetzt.
Meine bis dato erzielten 13:44 stammen noch vom Start der Serie am 13.01., als ich im Anschluss an den absolvierten Liga-Marathon Rennen 1 angehangen habe, um zu testen, was noch geht (siehe auch
News vom 15.01 und Bericht zum 2. Liga-Marathon). Unter normalen Voraussetzungen sollten da noch einige Sekunden drin sein.
Letzten Donnerstag, also am 22.02. wollte ich mich dann mal wieder knapp vor die Jungs setzen, um diese dann mit einer entsprechend aufbereiteten Mail ein wenig zu ärgern. Gesagt, getan. Der Run lief ganz ordentlich. Die anvisierte Zeit von 13:40, also mit 2 Sekunden Vorsprung, konnte ich ohne allzu großen Aufwand erzielen. Das Ranking sah jetzt wieder zu meinen Gunsten aus.
Die Antwort auf meine provozierende Mail kam postwendend. Frank meinte, er würde das Rennen nicht mehr fahren. Erstens wäre es zu flach, zweitens hätte ich einen Trainings- und Gewichtsvorteil und deshalb würde er auf seinen Sohn Timo setzen, der die Familienehre schon noch retten wird. Also Neffe Timo, dann mal ran!
Nikos Mail war wie immer knapp gefasst, er kündigte einen kurzfristigen Konter an. Nun gut, sollte er mal kontern, ich hatte ja noch nicht alle Karten aufgedeckt! Ich wollte aber nicht auf seinen Run warten, sondern selber schon mal vorlegen und meinen Lauf dann unmittelbar nach seinem hochladen. Ich rechnete mit einer 13:30 meines Konkurrenten und nahm mir daher vor, eine Zeit knapp darunter zu fahren. Die am Freitag erzielten 13:25 fielen mir schon deutlich schwerer. 15 Sekunden sind bei 9,4 km eine Menge Holz.
Meine Vorfreude währte allerdings nur kurz, die Rechnung hatte ich nämlich ohne den Wirt gemacht. Denn Niko wollte sich offensichtlich nicht an meine Regeln halten. Noch am gleichen Tag erhielt ich eine Mail von ihm mit einem Run, bei dem er die Zeit auf 13:19 gedrückt hatte! Den konnte er allerdings nicht fürs offizielle Ranking hochladen, da er bereits unmittelbar zuvor (warum auch immer) einen anderen, lockeren Run 1 eingeschickt hatte. Die Regeln der Liga sehen vor, dass pro Tag jeweils nur ein Run pro Strecke hochgeladen werden kann, der zum Zeitpunkt des Upload nicht älter als 24 Stunden sein darf.
Natürlich hätte er den Run am folgenden Samstagmorgen einschicken können. Aber nein, er musste doch tatsächlich noch einen draufsetzen und die Zeit nochmals um einige Sekunden auf 13:12 Min:Sek drücken! Das war jetzt eine echte Herausforderung, für taktische Überlegungen blieb kein Raum. Alles oder nichts!
Am Sonntag Nachmittag, nach 30 km im Sipscape-Gebiet zum Einfahren (R2), ging es auf die 2 Runden des Rennen 1 in Capricorn. 4 Gegner im Bereich (13:10 - 13:12), darunter natürlich auch Niko und zusätzlich meinen eigenen bisher schnellsten Run (13:25) geladen. Und dann Augen zu und durch. Auch wenn es die Pulswerte (unabhängig von den kurzzeitigen Aussetzern, siehe Grafik) nicht widerspiegeln, aber der Run war am Limit! Im Gegensatz zum relativ gleichmäßigen Run vom 13.01. (13:44 Min:Sek), wo die Kurven für Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Leistung in der Grafik, abgesehen vom Endspurt auf dem letzten Kilometer, fast eine Gerade bilden, sind jetzt deutlichere Schwankungen zu verzeichnen. Teilweise war ich zu schnell, konnte das Tempo nicht halten und musste rausnehmen. Nach dem letzten Abzweig bin ich tatsächlich weitestgehend mit geschlossenen Augen gefahren, da mir der Schweiß von der Stirn nicht nur tröpfchenweise herunterlief und teilweise in die Augen gelangte, die dann brannten.
Lohn der Mühe war eine 13:07 (im Schnitt 42,93 km/h; 4,40 W/kg), die aber so ziemlich das Ende der Fahnenstange markiert. Im
Ranking reicht die Zeit gerade mal für den 23. Platz. Dies zeigt, wie hoch das Niveau in der Liga ist bzw. dass sich meine Leistung allenfalls als durchschnittlich werten lässt. Ich habe zwar noch zwei mögliche Steigerungsversuche (die Zeit des erstmals eingesandten Run kann insgesamt 5-mal verbessert werden), werde mich aber in den nächsten Wochen vornehmlich mit den Rennen 3 - 7 auseinandersetzen.
Anbei die Grafiken meiner Runs vom 13.01. (13:44, oben) und vom 25.02. (13:07). Die Schwankungen bei letzterem Run kommen auf Grund der beim Tacx Analyser nicht skalierbaren Y-Achsen nicht so deutlich zum Tragen.
Legende:
Geschwindigkeit (km/h)
Trittfrequenz (rpm)
Puls (bpm)
Ausfahrten am letzten Wochenende
Di, 20.02.07:
Das relativ gute Wetter in den letzten Tagen habe ich zu ausgiebigen Ausfahrten genutzt. Freitag Nachmittag haben Bernd und ich eine kurze Tour im Oberbergischen absolviert. Für den Samstag hatte ich mir eigentlich eine 8-stündige Runde vorgenommen, morgens war es aber reichlich windig, so dass ich mich zunächst auf die Rolle gesetzt habe. Schön, wenn man eine Alternative hat. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die Rolle wegen Umbauarbeiten am Stahlrad (siehe entsprechenden
Eintrag in den News 2006) von Ende April bis Mitte September nicht zur Verfügung stand, wird sie dieses Jahr permanent einsatzbereit sein.
Kurz nach Mittag, der Wind war mittlerweile abgeflaut, waren Bernd, Niko, Mike (ein neuer Vereinskollege) und ich dann für rund 3 1/2 Stunden gemeinsam erneut im Oberbergischen Raum unterwegs. Um nach den 2 1/2 Stunden Rollentraining am Vormittag die anvisierten 8 Stunden voll zu machen, habe ich dann noch eine Extrarunde eingelegt. Niko (@knog) hat sich Anfang des Jahres einen imagic-Trainer zugelegt und nimmt mit wachsender Begeisterung ebenfalls an der imagic-Liga teil. Klar, dass ein nicht unwesentlicher Teil des Gesprächsstoffes während der Ausfahrten von der Liga und den Runs bestimmt wird. Besonders dann, wenn er mir einen Tag zuvor in R1 2 Sekunden abgenommen hat ...
Auch am Sonntag sollte es trocken bleiben. Nachdem ich in den vergangenen Wochen bei gemeinsamen Ausfahrten einiger NRW-Teilnehmer der imagic-Liga passen musste, hatte ich mich diesmal mit Boris (@bswpt) und Bernd-Wilhelm (@strwd) verabredet. Treffen war um 9:15 Uhr in Hückeswagen. Bis dahin sind es für mich knapp 45 km, folglich war ich bereits um 7:30 Uhr unterwegs.
Diverse Wetterdienste hatten Temperaturen bis hoch zu 16° C an diesem Wochenende angekündigt, die in Teilen NRWs wohl auch erreicht wurden. Davon waren wir im Sauerland natürlich weit entfernt. Im Gegenteil, am Sonntagmorgen waren es im Listertal lausige -3° C, für die Jahreszeit aber eigentlich normal. Immerhin war es windstill. Ich hatte natürlich vorgesorgt und war entsprechend ausgestattet, also mit Helmmütze, zusätzlicher Jacke, langen Handschuhen, Überschuhen und Fußsohlenheizung unterwegs. Meine Sorge galt eher den Straßenverhältnissen. Am gestrigen Samstag hatte es auf der A4 bei Engelskirchen in den Morgenstunden einige Glatteisunfälle gegeben. Am Sonntag waren die Strassen zum Glück aber eisfrei.
Boris war pünktlich in Hückeswagen, von Bernd-Wilhelm allerdings nichts zu sehen. Er meldete sich aber kurz darauf per Handy und wir fuhren ihm Richtung Radevormwald entgegen. Zeigte meine Polar-Uhr in Marienheide und Wipperfürth immer noch negative Temperatur-Werte an, wurden jetzt immerhin schon +1° C verzeichnet. Der Himmel war verhangen, die Sicht bis jetzt aber einwandfrei. Kurz nach Hückeswagen änderte sich dies aber schlagartig. Kurzerhand waren wir in Nebel getaucht, so dass ich sicherheitshalber die Festbeleuchtung am Rad aktiviert habe.
Es dauerte nicht lange und Bernd-Wilhelm kam uns entgegen. Leider kennt sich von uns dreien in diesem Teil des Landes keiner so genau aus. An Hand meiner rudimentären Kenntnisse dank einiger RTF, die durch die Gegend führen, haben wir uns zunächst zu einem Abstecher an die Bevertalsperre und eine anschließende südliche Runde bis Kürten, dann im Bogen zurück bis Jörgensmühle, durch das Floßbachtal, runter bis Frielingsdorf und zurück Richtung Wipperfürth entschieden. In Dohrgaul haben sich dann gegen 12 Uhr die Wege getrennt. Die zwei wollten spätestens um 14 Uhr wieder in Wuppertal sein und ich war bei den Schwiegereltern in Rönsahl zum Essen eingeladen.
An der Bevertalsperre hatten wir wieder gute Sicht. Die Sonne traute sich am Vormittag aber dennoch nicht hervor. Gegen 10 Uhr, bei mittlerweile 4° C, meinte Boris zwar in einer Stunde wäre es nahezu wolkenlos und 8° C, aber das blieb natürlich Wunschdenken. Selbst am Nachmittag, auf dem Heimweg von Rönsahl nach Hunswinkel, als es kurzzeitig etwas aufklarte, wurden maximal 7° C erreicht. Trotzdem war es eine schöne Runde, auch wenn wir wahrscheinlich nicht die schönsten Passagen der Gegend gefahren waren. Mich hat es jedenfalls gefreut, die Jungs wiederzusehen und denke, dass wir dies in naher Zukunft in ähnlicher Form wiederholen werden.
Die exakten Verläufe der 3 Touren vom Wochenende können im Bereich
Training | Touren eingesehen werden. Erwähnenswert finde ich, dass alle 6 Mitfahrer vom Wochenende für den diesjährigen Ötztaler-Radmarathon gemeldet sind, von dem in der letzten News die Rede ist.
Ötztaler-Radmarathon 2007 innerhalb kurzer Zeit ausgebucht
Di, 20.02.07:
Letzte Woche war es wieder so weit. KW 7 hatte begonnen und bei etlichen Radsportverrückten stiegen Anspannung und Herzfrequenz deutlich an. Auf Grund der hohen Zahl Interessierter, die das Kontingent von 4000 Startplätzen bei weitem übersteigt, hat man sich seitens des Organisationskomitees für den
Ötztaler Radmarathon seit der Anmeldung 2005 (damals noch 3500 Startplätze) für einen höchst kontrovers diskutierten Anmeldemodus entschieden. Eine Anmeldung ist nur online möglich und statt der genauen Angabe des Freigabetermins der Anmeldeseite mit Datum / Uhrzeit, wird nur die Kalenderwoche kommuniziert. Innerhalb dieser Woche wird die Seite dann zu einem beliebigem Zeitpunkt freigeschaltet.
Klar, dass viele ab Wochenbeginn am Rechner sitzen, auf die Webseite starren und mit zittrigen Fingern mehr oder weniger periodisch auf die F5-Taste im Browser zum Aktualisieren der Seite hämmern, um die Freigabe nicht zu verpassen. Wohl dem, der ein funktionstüchtiges Benachrichtigungssystem installiert hat. Entweder durch eine Telefonkette von Bekannten oder durch ein Tool, das eine automatisierte Überwachung ermöglicht, und sich daher entspannt zurücklehnen kann.
In den letzten 2 Jahren war übermäßige Hektik eigentlich auch nicht notwendig. Alle 15 Minuten wurde ein Kontingent von 150 Plätzen freigegeben. 2006 konnte man auch nach 24 Stunden noch einen Startplatz ergattern. Dieses Jahr kann man seinen Startplatz aber erstmals auch weitergeben. Angeblich ermöglicht durch eine Zusatzsoftware. Es fällt dann zwar eine Bearbeitungsgebühr von 10 EUR an, im Vergleich zu den 75 EUR Startgebühr (einschl. 10 EUR Chip-Kaution) ist dies aber zu verschmerzen. In den letzten Jahren war eine Umschreibung partout nicht zulässig, bei Abholung der Anmeldeunterlagen wurde sogar vereinzelt die Identität an Hand von Ausweispapieren überprüft.
Wer sich bisher im Februar nicht sicher war, ob er im August die notwendige Form aufweist und daher auf eine Anmeldung verzichtet hat, konnte jetzt also bedenkenlos zuschlagen. Vielleicht glauben einige auch, durch einen Startplatzhandel ein paar zusätzliche Euros einzuheimsen. Im Verlaufe des Sommers und gerade auch unmittelbar vor der Veranstaltung (Ende August), erhält der Ötztaler Marathon immer einen zusätzlichen Schub und viele, die keinen Startplatz haben, würden dann gerne noch mitfahren. Also mal abwarten, wann und zu welchen Festpreisen die ersten Startplätze bei Ebay angeboten werden.
Wie dem auch sei. Der Run auf die Startplätze war diesmal, wie zu erwarten, deutlich stärker. Folglich waren alle Plätze in etwas mehr als 3 Stunden vergeben. Wer noch keinen Startplatz hat, dessen Chancen stehen aber dennoch gut. Entweder durch Weitergabe eines Startplatzes oder durch die offizielle Verlosung. Etliche der vergebenen Plätze wandern zurück in den Pool. Dies liegt an Doppelmeldungen und durch Nichtüberweisung des Startgeldes, was bis zum 13.03.07 zu erfolgen hat.
Btw, aus der imagic-Liga sind 19 und von meinem Verein TV Kleinwiedenest 7 Teilnehmer angemeldet.
Rollenmarathon zum Dritten
Di, 13.02.07: Das letzte Wochenende war leider mal wieder verregnet. Nach einer längeren Outdoor-Runde in der Vorwoche (siehe Trainingstouren 04.02.) habe ich mir am Samstag (10.02.) daher wieder einen Marathon auf der Rolle gegönnt. Die bereits freigegebenen Runs 1 - 5 + Run 6 (zum ersten Kennenlernen der Sprintmarken) summieren sich nach Tacx-Daten auf 208,98 km. Laut Tacho, dem ich eher traue, da in der virtuellen Welt die Geschwindigkeit an Anstiegen runter- und bei Abfahren hochgerechnet werden, waren es immerhin noch 207,7 km. Mittlerweile habe ich diese Distanzen auch auf der Rolle gut im Griff, zumal durch Fernsehübertragungen von Rodeln, Bob und Biathlon die Zeit recht kurzweilig war.
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| Serie 7 - Rennen 5: Streckenführung |
Ursprünglich hatte ich geplant, R1 auf Zeit zu fahren. Aber schon nach wenigen km im Aufwärm-Rennen R2 habe ich davon Abstand genommen. Der Puls schien mir einige Schläge zu hoch und trotz eigentlich idealer 11° C im Raum war ich recht schnell am Schwitzen. Also bin ich die ersten Rennen R2 (30,85 km), R6 (25,60 km) und R4 (60,74 km) recht locker gefahren. Mittlerweile war das Pulsniveau auch wieder im Normbereich, so dass ich meine bisherige Taktik, neu freigegebene Rennen direkt im ersten Run recht zügig zu absolvieren, auch diesmal beibehalten habe. Die Königsetappe R5 (48,54 km) im Capricorn-Gebiet ist schon recht heftig. Ein permamentes Auf und Ab, kaum Ruhephasen in der Flachpassage. Schon nach 530 m beginnt die erste Bergwertung ...
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| Serie 7 - Rennen 5: Höhenprofil rot: Bergwertungen grün: Sprintwertungen |
Rein gefühlsmäßig bin ich ganz gut durchgekommen. Nicht am Anschlag, aber doch schon mit reichlich Druck. Ich war die Strecke ja zuvor schon mehrmals gefahren, da zwar locker, aber nicht übermäßig langsam. Eine zeitliche Verbesserung um rund 15 Minuten auf 1:22:04 stand jetzt zu Buche, die mich zunächst zufrieden gestellt hat. Nach dem Hochladen des Run musste ich dann aber beim ersten Blick auf die
Zeitwertung feststellen, das Boris (@bswpt) eine 1:14 Std:Min rausgehauen hat! Super, Gratulation an dieser Stelle. Da werde ich mir selbst bei Vollgas einen gehörigen Respektabstand einhandeln.
Nach R5 war mal wieder ein Wechsel des Funktionsunterhemdes angesagt. Mittlerweile zum 4. Mal! Nach den abschließenden lockeren Rennen R3 (34,09 km) und R1 (9,40 km) waren dann auch insgesamt 4 Handtücher durchnässt.
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Und wie geht es meinem Bruder und den Neffen, die ja ebenfalls an der Liga teilnehmen? Offensichtlich ist die Anfangseuphorie verflogen, es wurden schon seit Wochen keine Runs mehr hochgeladen. Schade.
Jahresplanung: Teilnahme am imagic-Liga-Treff
Di, 13.02.07: In der Jahresplanung gibt es geringe Änderungen. Das Treffen der imagic-Liga ist jetzt zeitlich fixiert. Es findet Mitte Mai in Lindenberg (Allgäu) statt. Das ist zwar eine stattliche Entfernung, ermöglicht aber auch einige anspruchsvolle Touren mit jeder Menge Höhenmetern. Thorsten hat sich freundlicherweise bereit erklärt, mich in seinem Wagen mitzunehmen. Die Spritkosten halten sich daher in Grenzen.
imagic-Liga: Rennen jetzt mit dynamischen Sprintmarken
Di, 13.02.07: Letzten Samstag wurde das 5. von insgesamt 7 Rennen der aktuellen 7. Serie freigegeben. Wie schon einige Male erwähnt, enthalten die Runs jeweils mehrere Wertungen für Flach- und Bergsprints. Um Beginn und Ende der Wertungen während des Run zu kennzeichnen, haben wir uns einen Kniff einfallen lassen. Die Pilotroute, die die Streckenführung vorgibt, wird dahingehend manipuliert, dass der Fahrer in der Anfahrt zur Wertung seine Haltung ändert. Jeweils 300 m, 200 m, 100 m vor und ab 50 m bis hin zur eigentlichen Marke werden Schräglagen in fest definiertem Wechsel eingenommen. Das sieht zwar seltsam und unnatürlich aus, kommt bzgl. der Zielsetzung dem Optimum, nämlich Markierungen am Streckenrand zu platzieren, aber schon recht nahe. Letzteres lässt sich nach meiner Einschätzung nicht realisieren. Mit der vorliegenden Lösung können sich die Sprinter auf den Run konzentrieren und müssen nicht ständig einen Zettel mit km-Angaben zu den Sprints studieren.
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| Schräglage um 30° |
Der Aufwand zur Bestimmung der korrekten Sprintmarken und zum Anpassen der Pilotroute ist allerdings nicht unerheblich. Ich will kurz die Vorgehensweise skizzieren. Die Idee zur Gestaltung der aktuellen Serie in Anlehnung an eine mehrtägige Rundfahrt à la UCI-Kategorie 2.*, stammt von, hm .. ich will ihn mal Mr. "X" nennen. Ein Pseudonym deshalb, da der gute Mann nicht möchte, dass seine Identität breit getreten wird. Es handelt sich aber nicht nicht um @spencer, den Gründer der Liga und natürlich auch nicht um mich. Mein Part beschränkt sich auf die Programmtechnik und als Diskussionspartner. Also, Mr. "X" hat die Routen erstellt, die groben Wertungsbereiche für die Sprints festgelegt und ist im übrigen auch für die Vorberichte und die fiktiven Pressegespräche verantwortlich, die im Liga-Portal zu den jeweiligen Rennen eingestellt werden.
Es bedarf nicht viel Phantasie, um abzuschätzen, wie viel Zeit und Energie Mr. "X" in dieses, sein Projekt, investiert. Daher an dieser Stelle ein großes Kompliment und herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit.
Von Mr. "X" erhalte ich die Pilotroute und die km-Angaben zu den Wertungsbereichen. Jetzt beginnt das Feintuning. Problem 1 ist, dass die am Bildschirm während des Run angezeigten zurückgelegten km mit jenen differieren, die sich aus den Datensätzen eines gespeicherten Run berechnen. Aus letzterem werden die Zeiten der Sprints abgeleitet, die dann in die Liga-Wertung einfließen. Problem 2 ist, dass es auch zwischen Pilotroute, also der Streckenvorgabe, und dem gespeicherten Run Unterschiede in der km-Berechnung gibt. Warum müssen die km überhaupt berechnet werden? Nun, in den Datensätzen sind nur Koordinaten abgelegt, keine Entfernungen. Und da sich die Aufzeichnungsintervalle zwischen Pilotroute (Distanzbezogen) und Run (Zeitbezogen) unterscheiden, liegen für eine Pilotroute deutlich mehr Datensätze vor als im Run. Mehr Datensätze bedeutet mehr Koordinaten und somit eine exaktere Distanzberechnung. Folglich ergibt sich für eine Pilotroute, entsprechende Länge vorausgesetzt, eine größere Gesamtdistanz als bei einem Run.
Um die Sprintmarken exakt festzulegen, und zwar für Pilotroute, Run und Anzeige, fahre ich die Strecke mehrfach ab. Im Bereich der Sprintmarken setze ich Zwischenzeiten auf einer Stoppuhr. Das ist notwendig, um einerseits die Sprintmarke in den Datensätzen zu identifizieren, falls diese durch z.B. einen Steigungswechsel nicht erkennbar ist, andererseits um die ungefähre Differenz zwischen der am Schirm angezeigten Entfernung in der Nähe einer Marke (eh nur auf 100 m genau, da nur mit einer Nachkommastelle angezeigt) zu ermitteln.
Sämtliche Daten werden in ein Excel-Sheet übertragen. Aus den Mittelwerten werden die Marken für die Liga-Upload-Routine und die Sprintwertungstabelle des TinyAnalyser fixiert, die beide dieselben Berechnungsmethoden verwenden. Excel weist dann auch die optischen km-Marken aus, die später im Vorbericht erwähnt werden.
Für die Festlegung der dynamischen Sprintmarken in der Pilotroute, also die Schräglagen, muss ich derzeit noch manuell vorgehen. Falls sich Datensätze nicht über Wechsel von Steigungsprozenten zuordnen lassen, können die Positionen der Sprintmarken in der Pilotroute durch einen Abgleich der Koordinaten mit dem Run bestimmt werden. Die ermittelte Datensatznummer übernehme ich dann als zusätzliche XML-Tags in die Sprintwertungstabelle. Eine erweiterte Version des TinyAnalyser setzt abschließend auf Knopfdruck die dynamischen Sprintmarken.
Winterpokal: Strategen jetzt auf Platz 2
Di, 13.02.07:
Es hat zwar länger gedauert als von mir erwartet, aber jetzt ist es soweit. Im Winterpokal hat mein Team der
"Strategen" die Mitbewerber aus dem eigenen Lager, die
"No Names", überflügelt. So langsam kommt das Team ins Rollen. Kein Wunder, die Umfänge wurde in den letzten Wochen entsprechend der fortschreitenden Saisonvorbereitung sukzessive erhöht. In der
Teamwertung
haben wir uns mittlerweile in den Top-10 etabliert, aktuell stehen wir auf dem 9. Platz, Tendenz steigend.
Einen wesentlichen Beitrag dazu liefert Matthias (@oxi), der sich in den ersten Wochen eine Auszeit gegönnt hat, mittlerweile aber energischer ins Training eingestiegen ist. Interessant ist die Tatsache, dass die Teamkollegen Horst (@howisch), Thorsten (@nippes) und ich recht homogen punkten (Differenz derzeit 20 Punkte) und somit in der
Einzelwertung fast gleichauf liegen.
Geballte Familienpower in der imagic-Liga
Mo, 22.01.07:
Nach einer Teilnahme in der 3. Serie der imagic-Liga vor 2 Jahren, hat mein Bruder Frank sich zu einer erneuten Teilnahme in der aktuellen Serie durchringen können. Da seine beiden Kinder Timo und Tobias mittlerweile auch fleißig Radeln und ebenfalls angemeldet wurden, finden sich in den Tabellen jetzt 4 "Könige".
Beim 1. Rennen, dem Prolog, hat es zwischenzeitlich die seltene Konstellation gegeben, dass Frank, Timo und ich in der
Zeitwertung (gelb hinterlegte Spalte) aufeinanderfolgende Plätze (28 - 30) eingenommen haben. Jonny hat dies freundlicherweise in einem Screenshot festgehalten.
Mein Neffe Tobias, mit 13 Jahren übrigens der jüngste Teilnehmer, hat das Rennen in 14:00 Min:Sek. beendet, also nur wenige Sekunden langsamer. Angesichts seines Alters eine Top-Leistung.
Letzten Samstag wurde das 2. Rennen der aktuellen Serie freigeschaltet, ein 30,8 km langes Rennen im Sipscape-Gebiet. Der 16-jährige Timo hat hier mit einer Gesamtzeit von 46:20 Min:Sek mit einem fast 40er-Schnitt und einer durchschnittlichen Leistung von 3,85 Watt/kg einen Super-Run rausgehauen, der ihn in die Top-10 katapultiert hat. Im wesentlich kürzeren (9,4 km) und absolut flachen Run 1 sollte für ihn daher noch eine deutliche Steigerung möglich sein.
An dieser Stelle daher einen Glückwunsch und riesigen Respekt zur/vor der Leistung der Jungs. Mal sehen, wie sie sich im weiteren Verlauf der Liga schlagen werden und ob sich die Teilnahme an der Serie auf die kommende Radsaison auswirken wird.
Jahresplanung 2007 aktualisiert
Mo, 22.01.07: Die Urlaubsplanung für die Sommerferien steht. Natürlich werde ich das Rad mitnehmen und an Events teilnehmen. Details finden sich in der Übersicht für die Planung 2007.
2. Marathon auf der Rolle / Beginn der imagic-Liga-Serie 7
Mo, 15.01.07:
Das Wochenende war hinsichtlich des Winterpokals sehr ertragreich. Glatte 50 Punkte habe ich gesammelt. Da auch die
Teamkollegen sehr fleissig waren, konnten wir uns in der
Teamwertung kräftig nach oben arbeiten und stehen mittlerweile auf Platz 18 bei 224 gemeldeten Teams. Das
"No Names"-Team der imagic-Liga, das derzeit auf Platz 14 rangiert, weist nur noch 81 Punkte Vorsprung auf. In der Spitze waren das mal 382 Punkte und das ist noch gar nicht so lange her. In unserem
Team-Thread des Liga-Forums wird den "No Names" von uns daher verbal schon richtig eingeheizt. Btw, das Top-Team der imagic-Liga, die
"Ironmen", stehen weiter unangefochten auf Platz 1 und bauen den Vorsprung (aktuell knapp 200 Punkte) auf Platz 2 kontinuierlich aus.
Am Samstag, zum Ende des Wertungszeitraums für den Liga-Marathon der Serie 6, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, den Marathon noch einmal zu absolvieren. Statt mit konsequenter Ausrichtung auf eine anvisierte Bruttozeit, dieses Mal aber relativ locker und entspannt.
Hier gibt es einen kurzen Bericht.
Am Samstag ist auch die Serie 7 der imagic-Liga gestartet. Die jetzige Serie nimmt noch stärker als bisher den Charakter einer Rundfahrt an. Das 1. Rennen ist mit 9,4 km sehr kurz, absolut flach, weist keinerlei Sprintwertungen auf und entspricht so einem Prolog bei realen Rundfahrten. In den nächsten Rennen der Serie, die jeweils an den folgenden Samstagen freigeschaltet werden, gibt es im Gegensatz zu denen der letzten Serien dann auch mehrere Sprint- und Bergwertungen. Rennen 4 ist mit 60,8 km das längste Rennen und quasi die Königsetappe. Mit R7 gibt es zum Schluss ein Einzelzeitfahren über 17,9 km. Hier wird nur die reine Pilotroute zum Download angeboten, so dass keine Gegner geladen werden können.
Nach Beenden des Liga-Marathon habe ich mich auch gleich noch an das 1. Rennen gewagt. Statt als Prolog, habe ich den Run dann quasi als Epilog bestritten. Und zwar am Limit, ich wollte doch mal sehen, was nach mehr als 200 Rollenkilometern noch drin ist. Die erhofften 4 Watt/kg konnte ich zwar nicht ganz treten, mit den erreichten 13:44 Min:Sek bin ich aber trotzdem sehr zufrieden, zumal ich tatsächlich noch Pulswerte über 200 Schläge/min registrieren konnte. Im
Ranking für Rennen 1 würde diese Zeit letztlich zwar nur zu einem Platz im Mittelfeld reichen, aber das war ja auch noch nicht mein letzter Versuch ...
Am gestrigen Sonntag haben Bernd und ich eine lockere Tour ins Oberbergische unternommen. Bernd hat seinen neuen Crosser zur Jungfernfahrt ausgeführt. Niko, der sich mittlerweile auch eine imagic-Rolle zugelegt hat und auch in der Liga mitmischen wird, musste wegen einer erneuten Erkältung leider passen. Zu Beginn der Ausfahrt war es noch sehr verhangen, so dass ich vorsichtshalber die Regenjacke eingesteckt habe. Das Wetter wurde im Verlaufe der Tour aber deutlich besser, gelegentlich kam auch mal die Sonne durch. Mit 4 - 7° C blieb es zwar kühl, für den Januar sind das in heimischen Gefilden aber immer noch traumhafte Bedingungen für Radler. Details zur Tour gibt es wie immer im
Touren-Bereich.
1. Outdoor-Fahrt des Jahres / Wartungsarbeiten Winterrad
Mo, 08.01.07:
Am gestrigen Sonntag war es tatsächlich mal trocken. Bernd und ich haben dies auch gleich zu einer Ausfahrt in Richtung Wiehltalsperre genutzt. Niko ist erkältungstechnisch noch etwas angeschlagen und konnte uns daher nicht begleiten. Details zur Routenführung gibt es im Touren-Bereich.
Am Samstag auf der Rolle hatte ich bei der RLV "Gavia" die 20 km Aufstieg zum Passo del Vivone überwiegend als Kraftausdauer-Einheit absolviert und dies auch gestern bei der Ausfahrt teilweise fortgesetzt. Umwerfer und kleines Kettenblatt blieben deshalb konsequent ungenutzt. Dabei waren durchaus einige steilere und längere Abschnitte zu bewältigen, die ich eisern mit 50/23 oder 50/21 bewältigt habe. Bernd meinte trocken, bei mir masochistische Ansätze erkennen zu können. ;-)
Wie dem auch sei, ich kann jedenfalls eine permanente und stetige Formsteigerung erkennen. Fielen mir die ersten Ausfahrten nach der Trainingspause Ende Oktober noch schwer, kann ich mittlerweile wieder problemlos 6 Stunden ohne körperliche Beschwerden pedalieren.
Den verregneten Samstag Nachmittag habe ich für einige Wartungsarbeiten genutzt. Da der Rohloff-Caliber zum Messen des Kettenverschleisses bis zum Anschlag durchrutsche, wurde die Kette getauscht, zudem Schaltwerk und Ritzelpaket demontiert und gesäubert. Die Tacx-Schaltungsröllchen sehen zwar nach knapp 6000 km schon reichlich angegriffen aus, rotieren aber noch einwandfrei. Dies konnte man von der VR-Nabe des Shimano-Laufradsatzes WH-R 550 nicht mehr behaupten. Daher habe ich den Konuslagern eine neue Fettpackung verabreicht, erstmals übrigens. Die Kugeln sind noch top, allerdings weisen die Laufflächen der Konen bereits kleine Pittings auf. Der LRS hat jetzt 10500 km runter und vorne ist immer noch der erste Reifen, ein Michelin Pro Race, aufgezogen. Das Lager am HR ist bestens in Schuss, es war aber dringend notwendig, das Laufrad zu zentrieren. Abgesehen von den Bremsflanken, die meiner Meinung nach deutlich schneller verschleißen als z.B. bei Mavic-Laufrädern, bin ich mit dem Satz sehr zufrieden. Bisher keine Speichenbrüche, Zentrieren sehr selten notwendig, ausreichend steif, bei einem Gewicht von 1850 g nicht zu schwer und mit einem Straßenpreis von < 100 EUR konkurrenzlos günstig. Somit eigentlich ein idealer Trainingslaufradsatz.
Von der Schutzblech-Front (siehe News 2006) gibt es mal wieder unerfreuliches zu berichten: Wie ich feststellen musste, weist das hintere Blech einen waagerechten Riss auf, der von einer Kante bis knapp über die Hälfte der Breite reicht. :-( Keine Ahnung wie der entstanden ist. Allmählich gewinne ich den Eindruck, dass das Blech partout entsorgt werden will.
1. Marathon im Jahr mit 214,8 km auf der Rolle
Mi, 03.01.07: Das Jahr habe ich gleich mit einem Paukenschlag begonnen, einem Marathon auf der Rolle. Verrückt? Vielleicht. Jedenfalls unvergesslich. Deshalb habe ich zum Unternehmen einen eigenen Bericht verfasst.































